Rharbarberweingärung

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Beitrag von fibroin » 26 Mai 2004 17:43

Ich fall vom Hocker!

Da frage ich doch mal nach, ob ich was falsch gemacht habe bei der Hefevermehrung und schon ist das ganze Thema voll Antworten.
Dazu erst einmal vielen Dank. Aber ich mach lieber ein neues Thema auf.

Es geht mir um meinen Rhabarberwein, der nicht gären wollte und nur schäumte. Nach Lesen der Antworten ist mir das Problem klar. Die fehlenden Trübstoffe habe ich inzwischen als Mehl eingestreut und siehe, die Gärgase werden rausgeleitet. Warum ich da nicht drauf gekommen bin. Fürs nächste mal weiß ich es.

Da ich auch Blütenweine herstelle und die dasselbe Problem haben, behelfe ich mich bei denen mit ausgepreßten Zitronen und Orangen. Das geht. Allerdings hat mir das das Rezept verraten.

Das Rezept für Rhaberberwein hat mir nur das ausfällen der Oxalsäure empfohlen und als Säureersatz Michsäure vorgeschlagen. Das werde ich bein mächsten mal auch mit Zitronen versuchen.

Oder gibts da noch andere Hilfen.

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Beitrag von Fruchtweinkeller » 26 Mai 2004 19:07

Hallo Fibroin,

Zitronen auspressen und den ganzen Matsch hinein in den Ballon, das funktioniert auch. Es gibt einige Rezepte von Rhabarber mit Afpel- oder Birnensaft, wenn man da naturtrüben Saft nimmt, ist das sicherlich auch net schlecht.
Außer dem Mehl kenne ich sonst keine Hilfsmittel für trübstoffarme Weine. Hat da vielleicht jemand noch eine zündende Idee??
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Beitrag von Tompson » 27 Mai 2004 08:47

feingeraspelter Apfel?
ist natürlich nicht geschmacksneutral...

irgendwo hatte ich schon mal eine Abhandlung über Gärstarter gelesen. War da sowas Gries oder Reis zu lesen gewesen :?: Ich gucke da lieber noch mal :schlecht:
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Beitrag von fibroin » 27 Mai 2004 19:01

Danke für die Antworten, meine schwebestoffarmen Weine lassen jetzt alle den Gäraufsatz klappern, auch wenn nur langsam.

Die schlimmste Zeit für mich ist die Zeit zwischen dem Einrühren der Hefe in den Ansatz und der Beginn der Gärung sprich das klappern des Gäraufsatzes.

Alles in Butter, gut, dass es Internet gibt. :D 8-) :D
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Beitrag von Zip » 21 Juli 2004 13:47

Ich bin neu im Forum und möchte nur kurz auf meinen Ansatz Rhabarberwein, 15 l, eingehen. Ich habe diesen zunächst als Maischegärung, war nicht unbedingt nötig, mit einem Gärstarter angesetzt. Die wilde Gärung setzte nahezu unmittelbar ein und dauerte ca 1 Woche, bis sich die Gärung beruhigte.
Ich habe nun gestern 20 gr. Kalziumcarbonat zur Ausfällung der Oxalsäure, Säure derzeit 11 g/l beigegeben. Kann diese bis zum Gärabschluss im Wein verbeleiben oder bringt sie schädigende Nebenwirkungen für den Wein mit?
Als Neuling im Forum freue ich mich schon auf die Antworten. :D

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Beitrag von Fruchtweinkeller » 21 Juli 2004 14:22

Das Kalziumoxalat soll sich ja am Boden absetzten. Solange der Wein aber gärt und Kohlendioxid entsteht, wird es sich nicht sauber absetzen können. Dir wird also nichts anderes bleiben, als es sich am Schluss zusammen mit der Hefe absetzen zu lassen.
Ob das einen negativen Einfluss hat, kann ich nicht sagen, da wir bisher immer vor oder nach der Gärung gefällt haben. Ich kann mir aber nicht vorstellen, wieso die Hefe damit ein Problem haben sollte.

Tschüss, Andreas
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Beitrag von fibroin » 21 Juli 2004 19:27

@Zip

nach meiner Erfahrung stört das Calciumcarbonat nicht bei der Gärung. Bei Traubenwein habe ich es gleich beim Ansatz mit druntergerührt, der hat wie normal gegoren und beim Abzug war der Kalk dann mit weg.
Wie Fruchtweinkeller schon sagte, kein Problem.
:D
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Beitrag von Tompson » 22 Juli 2004 08:05

Also, ich habe dieses Jahr ja wegen zu hohem Säuregehalt noch wesentlich mehr Kalk als "nur" zum ausfällen der Oxalsäure nötig zugegeben.
Daher sieht mein Ansatz - auch weil ich momentan noch täglich umschüttele - nicht unbedingt lecker aus, es ist mehr eine mächtig trübe Brühe ?-|
Ich denke, beim nächsten Messen werde ich vom Bodensatz (die Säure bildet zu großen Teilen dann einen kompakten, festen Bodensatz) abziehen und langsam einstellen und schwefeln, denn es müßte jetzt soweit sein :shock:
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Beitrag von Zip » 23 Juli 2004 07:43

@ Tompson

Also mit der trüben Brühe, dass kann ich bestätigen. Auch hat sich bereits ein guter Bodensatz gebildet, so dass ich überlege, diesen in den nächsten Tagen mal abzuziehen und in einen frischen Ballon zu geben. Dennoch möchte ich den derzeit guten Gärverlauf nicht stören oder gar unterbrechen. Was meint ihr, setzt die Gärung nach Abziehen unverzüglich wieder ein ?????
Bei anderen Weinen ist dies eigentlich kein Problem, aber Rhabarber habe ich bisher noch keine Erfahrung.

ach vergessen, sorry,

bringt es noch etwas, den Bodensatz mit dem abgesetzen Kalk aufzurühren oder bindet der Kalk auch die Säure in dem abgesetzten Zustand ?????




[Dieser Beitrag wurde am 23.07.2004 - 07:46 von Zip aktualisiert]

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Beitrag von Birgit » 23 Juli 2004 08:08

Hallo,

ich mache die Oxalsäurefällung immer vor der Gärung und dabei habe ich beobachtet das wenn ich den Bodensatz am zeiten Tag aufschüttel, nochmals Gasblasen aufsteigen. Also kann es durchaus sein das Aufrühren was bringt.

Gruß Birgit
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