Laufende Gärung als Gärstarter...

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Pantscher
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Beitrag von Pantscher » 21 November 2011 16:21

So, ich wollt mal bisschen schaun was die erfahreren dazu sagen: Demnächst möchte ich wieder einen Standardhonigwein ansetzen, und als Gärstarter wollte ich einen noch laufenden Zwetschgenwein nehmen. Allerdings hat die Zwetschge schon 14% und liegt in den letzten Zügen... Ich weiß jetzt nicht, ob es dann wirlich so ratsam ist diese hefe nochmal zu verwenden, nicht dass sie schon recht mutiert ist, oder was weiß ich...

Ich hab schonmal eine laufende Gärung als Gärstarter genommen, allerdings waren die Ansätze nur zwei, drei Wochen auseinander...

Da hat doch bestimmt jemand mehr Ahnung...


Ps.: Andererseits: Wenn der Drogerist meines Vertrauens noch Portweinhefe hat, ist so ein Starter ja auch in zwei Tagen fertig...

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Beitrag von fibroin » 21 November 2011 16:25

Nimm lieber neue Hefe. Die alte Hefe hat durch den Alc genug Stress gehabt, ob sie den im neuen Wein wieder vergisst? :D
Wenn du dich wohlfühlst, mache dir keine Sorgen. Das geht wieder vorbei.

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Beitrag von Ehli » 21 November 2011 18:19

Ich nehm zwar auch hin und wieder Hefe aus einem laufenden Ansatz um einen 2. damit anzusetzen aber wenn die länger als ne Woche läuft nehm ich lieber frische. So teuer ist's ja nun wirklich nicht.
Man soll dem Leib etwas Gutes bieten, damit die Seele Lust hat, darin zu wohnen.

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Beitrag von Josef » 21 November 2011 19:27

Sehe ich auch so.
Ich würde die Hefe auch nur aus einem gut gärenden Ansatz verwenden, nicht wenn die Hefen schon schlapp gemacht haben.
Es weiß ja jeder von sich selbst was der Alkohol so anrichtet und nicht nur die Hefen schlapp macht. 8-)

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Beitrag von Fruchtweinkeller » 21 November 2011 20:35

Mach doch mit dem laufenden Ansatz erst einmal einen kleinen "Gärstarter" mit nur wenigen Prozenten. Damit, in Kombination mit etwas Belüftung und natürlich Hefenährsalzen, wirst du den Hefen gut unter den Arm greifen.
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Beitrag von vladdi78 » 23 November 2011 11:10

Ich dachte die Hefe vermehrt sich eine Woche, und dann heißt es: mit dem vorhandenen Bestand leben. Oder verlese ich mich da seit vier Jahren permanent? :shock:
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Beitrag von Fruchtwasser » 23 November 2011 13:10

Hefe vermehrt sich von selbst, wenn genügend Nahrug (Zucker) vorhanden ist.

So kann man aus einem gärenden Ansatz entweder vom Bodensatz oder nach Aufschütteln durch Entnahme einen frischen Saft impfen.

Das läßt sich mehrfach machen. Jedoch können sich vom Obst wilde Hefen vermehrt haben. Die würden dann natürlich auch weitervermehrt. Deshalb lieber häufiger Reinzuchthefe nehmen.

Siehe hierzu auch Kapitel Die Hefe im FWK.

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Beitrag von Fruchtweinkeller » 23 November 2011 21:57

vladdi78 hat geschrieben:Ich dachte die Hefe vermehrt sich eine Woche, und dann heißt es: mit dem vorhandenen Bestand leben.
Das gilt wenn man die armen Hefchen in ein Medium mit endlichen Ressourcen schmeißt und sie sich dann sich selbst überlässt. In dem Moment wo ich frisches Medium anbiete können die wenigen teilungsfähigen Zellen wieder loslegen.
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Beitrag von Pantscher » 25 November 2011 11:14

So, hab jetzt nen frischen Gärstarter gemacht, eben auch mit dem Hintergrund, dass durch das feuchte Wetter im Sommer viele Zwetschgen angeschimmelt waren. Die hab ich natürlich nicht verwendet, aber ich weiß ja nicht was auf den anderen Früchten unsichtbar noch drauf war, und das muss ich mir nicht in den Honigwein ziehen...

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