Gärstarter - wann benutzen?

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Gärstarter - wann benutzen?

Beitrag von vladdi78 » 04 Oktober 2008 00:22

Hallo alle zusammen,

ich hab für meinen ersten Met einen Gärstarter erstellt. Da ich unter der Woche ärgerlicherweise nie zum Ansetzen des Mets kam, sondern erst heute, gärte der Gärstarter seit Sonntag (oder gar Samstag). Die Aktivität ließ zuletzt deutlich nach, ein Nachkippen von Apfelsaft brachte nicht viel, das Zusetzen eines Eßlöffels Zucker endete in einer Schaumparty.

Meine Frage: Kann ich den Gärstarter noch benutzen? Wie lange hält sich die Hefe / der Gärstarter, wenn man "Nachfüttert"?

grüßle,

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Gärstarter - wann benutzen?

Beitrag von Birgit » 04 Oktober 2008 00:25

Den Gärstarter kannst Du noch benutzen, eine Woche ist kein Problem.

Gruß Birgit
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Beitrag von vladdi78 » 04 Oktober 2008 11:59

Ausgezeichnet - also ab in den Ansatz damit! :-D

Vielen Dank!
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Gärstarter - wann benutzen?

Beitrag von Pantscher » 14 Oktober 2008 21:02

Tja, wollte schon ein neues Topic aufmachen, da les ich das hier. Ich weiß nun dass ich ihn noch nach ´ner Woche verwenden kann...

Allerdings riecht er recht säuerlich/künstlich aber nicht essigsauer, sondern eher nach grünen Äpfeln. Der schöne leicht Geruch nach aufgehenden Hefeteig, den ich letztes mal bei der Burgunderhefe hatte, fehlt mir dieses mal bei der Portwein irgentwie. Allerdings setzt sich schon ne schöne Schicht brauner Hefe (hoff ich) ab. Muss sogar recht viel sein weil sie Schütteln nur für ein, zwei Stunden aufwirbelt...

Tja hatte schon mal wer so einen Geruch?

PS.: bin Nasentechnisch leder durch eine Erkältung schon die letzten eineinhalb Wochen etwas eingeschränkt, vielleicht liegts daran :|

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Gärstarter - wann benutzen?

Beitrag von Fruchtweinkeller » 14 Oktober 2008 21:21

Probier einfach mal einen kleinen Schlick (aber bitte nicht aus der Pulle sondern hygienisch korrekt aus einem abgefüllten Glas ?-| ). Es kann durchaus ewtas säuerlich riechen, aber das ist OK solange du keinen Essig riechst oder schmeckst. Ein Lösungsmittelgeruch wäre ein Warnsignal.
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Gärstarter - wann benutzen?

Beitrag von Josef » 14 Oktober 2008 21:27

Grundsätzlich riecht ein Gärstarter nicht schlecht. Ein Apfelsaft riecht nach Apfelsaft und Hefe nach Hefe, ein Gärstarter nach einer Mischung aus beidem. Mit zunehmendem Alkohol und durch die Kohlensäure verändert sich der Geruch. Ich kenne es aber nicht das er in irgendeiner Phase unangenehm riecht.

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Gärstarter - wann benutzen?

Beitrag von Pantscher » 16 Oktober 2008 01:42

@Josef: Nur dass meiner leider schon etwas länger gärt, und normale Ansätze riechen manchmal unter der Gärung auch nicht so prickeld...


Was mich jetzt aber vollends verwirrt hat, ist die Tatsache, das das ganze verdünnt sehr wohl diesen schonen Pizza-Hefeteig-Hefegeruch hat. Ich hab eigentlich nur einen Schluck von dem Gärstarter in ein Glas mit Zuckerwasser gegeben, um zu sehen, ob sich in diesem "neutralen" Nährmedium auch der Geruch entwickelt. Als ich nach dem Mischen daran roch bemerkte ich den typischen Hefegeruch... :schlecht:

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Beitrag von Fruchtweinkeller » 16 Oktober 2008 07:55

Da hat eventuell die Gärung (durch das Zuckerwasser) wieder eingesetzt, und durch das CO2 werden die typischen Hefearomen freigesetzt.
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Gärstarter - wann benutzen?

Beitrag von Pantscher » 16 Oktober 2008 12:09

Nein, es roch ja gleich nach dem Ansetzen des Zuckerwasseransatzes so. Und der richtige Gärstarter blubbert ja auch fröhlich vor sich hin...

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Beitrag von Fruchtweinkeller » 16 Oktober 2008 13:12

Dann kann es andere physikalische Ursachen haben: Eine andere Oberflächenspannung durch das Zuckerwasser, andere Eigenschaften des Lösungsmittels (Wasser/Ethanol/Zucker...), die anderen gelösten Gase im Zuckerwasser... Solche Effekte muss man manchmal hinnehmen :shock:
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Beitrag von vladdi78 » 20 Oktober 2008 15:08

Was mir noch aufgefallen ist: Nach drei oder vier Tagen hat der Gärstarter sich nicht mehr gerührt. Leicht panisch dachte ich schon, daß die Hefe über den Jordan wandert (Hefe muß in meiner Vorstellung ja auch immer blubbern) - also hab ich erstmal noch nen Eßlöffel Zucker zugegeben ... und durfte danach erstmal die Küche saubermachen, weil mir genug Schaum für eine Schaumparty entgegenkam... Was ist da passiert??

Übrigens: Ich hab dann den Gärstarter nach weiteren 2 Tagen in den 20-L-Met-Ansatz gegeben, der Ansatz gärte gleich los wie die wilde Lutzie (1 blubbz auf 1,5 Sekunden).
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Gärstarter - wann benutzen?

Beitrag von fibroin » 20 Oktober 2008 15:41

@vladdi,
wann ungefähr gedenkst du den eigentlichen Ansatz zu machen? Es macht keinen Sinn, einen Gärstarter über Tage am Leben zu erhalten. Das soll doch ein durchgängiges Projekt sein: Gärstarter ansetzen, wenn der fertig ist, Ansatz machen, Gärstarter rein und das Thema Gärstarter ist erledigt.

Den Gärstarter nach Tagen nachzuckern, dann wird die Hefe gleich an hohe Prozente gewohnt, was nicht sein braucht. Du hättest vor dem Zuckern die Kohlensäure rausschütteln sollen, dann wäre das Schaumbad nicht passiert. Besser noch Gärstarter gebrauchen (Siehe oben)
Wenn du dich wohlfühlst, mache dir keine Sorgen. Das geht wieder vorbei.

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