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Marius
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Beitrag von Marius » 18 Januar 2005 10:29

Ich als Winzer Neuling und ewiger Pessimist habe noch eine Frage. Wenn ein Gärstarter nach 2 Tagen eine Schaumkrone entwickelt, die am 3. Tag schon über einen Zentimenter groß ist, muss das dann die Reinzuchthefe gewesen sein? (1l Natürtrüber A-Saft, 1g Hefenährsalz, 100g Zucker, 1 Flaschen Reinzuchthefe.) Mitlerweile (4. Tag) wächst die schaumkrone nicht mehr sondern zerfällt allmählich.

Ich frage, weil der Starter irgendwie nicht nach Hefe, sondern irgendwie wieder komisch aber nicht schlecht riecht. Außerdem hatte ich oben eine Ablagerung, die die Farben von Hfe hatte allerdings nicht den Typischen Geruch aufwieß. Sie hat eine schleimig matschige Konsestens. (falls Ein bild hilfreich ist kann ich eins Online stellen)
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Beitrag von Fruchtweinkeller » 18 Januar 2005 10:36

Ein Bild kannst du gern einstellen, Ferndiagnosen sind immer schwierig genug :|
Matschig-schleimig sollte es eigentlich nicht aussehen. Vielleicht hast Du Dir außer Hefen noch etwas anderes herangezüchtet? Der Alkoholgehalt eines Gärstarters ist nicht sonderlich hoch, da kann prinzipiell auch anderes Zeugs heranwachsen.
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Marius
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Beitrag von Marius » 18 Januar 2005 11:12

Das matschige hat sich leider wieder gelöst. (ich hab geschüttelt) Viel wichtiger finde ich aber den geruch. Es sollte doch nach 3-4 Tagen schon sehr stark nach Hefe riechen oder?
Kann es sein, dass das ganze von Kahmhefe befallen ist? Weil sonst kann ich mir den weißen schaum schwer erklären. Wenn ich schüttel steigen ja auch viele viele blasen auf ... aber es riecht halt nicht nach hefe (oder kaum).

Danke schonmal.
MfG Marius
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Beitrag von Fruchtweinkeller » 18 Januar 2005 11:19

Es sollte gut nach Hefe riechen, keine Frage, genau der Geruch, den man vom Backen her kennt oder vom Federweißer. Wenn die Hefedichte sehr hoch ist kann es schon passieren, dass der Schaum irgendwie hell und dick wird durch die Hefezellen, das wäre aber normal (Kahmhefen bilden einen Flor, das hat nichts mit dem Schaum zu tun).
Kannst Du den Geruch irgenwie beschreiben, ist da Lösungsmittelgeruch dabei, ist er eher muffig, mit Essignote etc?
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Beitrag von Birgit » 18 Januar 2005 11:29

Oder wie hartgekochte Eier?

Der Hefeschaum zusammen mit der Fruchtmatsche kann auf Glas eine schöne Schmierschicht bilden und sieht nicht sehr lecker aus :|

Gruß Birgit
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Beitrag von Marius » 18 Januar 2005 11:31

Also. Erstmal das Aussehen. Typisch Apfelsaft ... trüb etc. mit 1,5-2cm frischem Schaum, der nach dem Schütteln entstand.
Der Geruch: insgesammt Dünn. Das was man riecht, riecht leicht Säuerlich. Vergoren halt. Aber die Hefe glaubt man nur manchmal im Hintergrund zu riechen.

Alles in allem erinnert es mich sehr stark an den Geruch, den ich roch als ich vor 3 oder 4 Tagen meinen anderen Gärstarter aus dem Kühlschrank nahm. (den Geruch kennt ihr leider nicht ...)

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Beitrag von Fruchtweinkeller » 18 Januar 2005 11:34

Falls es der Geruch anch Schwefelwasserstoff/faulen Eiern sein sollte: Das ist relativ normal, kann beim trüben Apfelsaft schon einmal vorkommen (Gärungsböckser). Das gibt sich aber.
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Beitrag von Birgit » 18 Januar 2005 11:38

Du schreibst der Starter schäumt nicht mehr so stark wie gestern. Dann hat die Hefe den Zucker schon verarbeitet und hungert jetzt und schon riecht es nicht mehr so stark nach Hefe, also völlig normal ?-|

Gruß Birgit
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Beitrag von Marius » 18 Januar 2005 11:39

Ich hab mir jetzt mal zum Test ein Eibrot mit hartgekochtem Ei gemacht :D

Und eine kleine aber feine ähnlichkeit besteht schon. Nur das im Gärstarter der Geruch 1. Intensiver und 2. Etwas penetranter ist. Allerdings noch nicht schlimm. Ich werd jetzt sicher nicht den 2. Gärstarter wegschütten sondern einfach mal machen. Es riecht so wie das letzte mal nur nicht so stark (aber auch nicht so stark nach hefe) und da man ja vielleicht einmal im Leben Glück hat werde ich mal auf dieses vertrauen!

(noch ne Frage am Rand. Wieviel Zitronensäure ist in einer Zitrone / einer Pressorange)

Danke Danke.
Das Forum ist toll!
MfG Marius


Edit: Achso. Wenn die Hefe nicht mehr arbeitet dann riecht es nicht mehr so intensiv? das wäre ne Lösung. Wenn ich schüttel kommt aber noch ziemlich viel gas. dann werden das immer wieder so 2cm ...

[Dieser Beitrag wurde am 18.01.2005 - 11:41 von Marius aktualisiert]
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Beitrag von Marius » 18 Januar 2005 11:59

Neues Vom Gärstarter. Für den Fall, dass die Hefe nichts zu tun hat hab ich ihr noch etwas (1 Esslöffel) Zucker gegeben. Als ich dann die Flaschen wieder anschaute erschrak ich über 7cm weißen Frischen schönen Schaum. Das war natürlich nicht der Zucker aber anscheinend hat der das gut durchgewirbelt. Jetzt wird der gesammte Geruch langsam intensiver! Sowohl Hefe als auch diese etwas Ei etwas seltsam Säuerlich komponente.
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Beitrag von Fruchtweinkeller » 18 Januar 2005 12:23

Tja, der Säuregehalt einer Zitrone... Ist nicht so leicht zu beantworten. Wir haben mal einen Grapefruitsaft gemessen, da betrug der Säuregehalt gut 10 g/l. Laut einer Angabe des Bundesinstituts für Risikobewertung (da ging es um Zahnschäden durch Zitronensäure) enthalten Zitronen 4680 mg Zitronensäure pro 100 g essbarer Anteil. Das erscheint mir etwas wenig, das wären ja nur knapp 5%. Laut dieser Studie besitzt die Grapefruit nur 1296 mg Zitronensäure.
Aber ich glaube, der Säuregehalt kann sehr stark variiern. Ich habe auch den Eindruck, dass die Zitronen früher saurer waren als heute.
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Beitrag von Antiquark » 18 Januar 2005 17:12

wenn ihr mir ne woche zeit gebt mach ich mir mal die arbeit und bestimme den säuregehalt von frisch gepresstem zitronensaft......interessiert mich nämlich auch........
Den Tag lob abends,
die Frau im Tode,
das Schwert, wenns versucht ist,
die Braut nach der Hochzeit,
eh es bricht, das Eis,
das Äl, wenns getrunken ist.


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