Gärstarter für Met. Ist das normal?

Antworten
GreenMint74
0 Liter Wein
0 Liter Wein
Beiträge: 1
Registriert: 12 September 2016 17:43

Gärstarter für Met. Ist das normal?

Beitrag von GreenMint74 » 12 September 2016 18:04

Guten Tag,

ich bin Hobbywinzer-Anfänger und versuche mich nach einem gelungenen Rhabarberwein nun an einem Met. Ich habe mich hierzu streng an die aktuellste Ausgabe des Kitzinger Weinbuches gehalten und einen Gärstarter aus naturtrübem Apfelsaft mit einer Portweinhefekultur in einer mit einem (gemäß Weinbuch) Wattebausch verschlossenen Flasche angesetzt. Die ersten zwei Tage vermehrte sich die Hefe planmäßig. Seit heute bildet sich jedoch eine weiße Schicht auf der Oberfläche. Zuerst dachte ich es wäre Schaum, jedoch erscheinen die reinweißen Blasen bei genauem hinsehen "samtig" oder "pelzig". Ich vermute nun Kahm oder Schimmel, würde jedoch gerne Ihre Meinung hören sofern ich es hinbekomme Fotos anzuhängen. Bei Kahm wäre ich irritiert, da sich dieser soweit ich weiß bei Sauerstoffkontakt bildet. Aber... wie soll das verhindert werden, wenn die Flasche lediglich mit Watte verschlossen werden soll? Die ist doch nicht luftdicht, denke ich. Die Flasche habe ich zuvor sterilisiert. Sie steht im Hauswirtschaftsraum mit Therme. Dort sind es durchgängig um die 25°C.

Was ist es?
Was habe ich falsch gemacht?
Wie mache ich es richtig?

Für konstruktive Hinweise wäre ich sehr dankbar.

MfG

Bild

Bild

Benutzeravatar
Josef
2500 Liter Wein
2500 Liter Wein
Beiträge: 4794
Registriert: 06 Februar 2005 00:00

Re: Gärstarter für Met. Ist das normal?

Beitrag von Josef » 12 September 2016 21:21

Hallo GreenMint74 und Willkommen bei uns. :engel:

Es stimmt schon, im Kitzinger steht das mit dem Wattebausch so drin.
Über den Sinn haben wir hier auch schon diskutiert, aber ohne wirklich dahinter zu kommen.
Ich verschließe meine Gärstarter (wenn ich mal einen mache, ich nehme in der Regel Trochenhefe) mit einem Gärröhrchen. So habe ich die Kontrolle ob und wie lange sich was tut.
Bei dir würde ich sagen, das der komplette Zucker vergoren ist.
Warum hast du den Starter nicht genutzt, die Hefe hat sich doch vermehrt wie du geschrieben hast?
Aber was sich da jetzt gebildet hat kann man aus der Ferne nicht sagen. Wann hast du den Starter denn das letzte mal geschüttelt?

Benutzeravatar
Fruchtweinkeller
Administrator
Administrator
Beiträge: 27278
Registriert: 29 März 2004 00:00
Kontaktdaten:

Re: Gärstarter für Met. Ist das normal?

Beitrag von Fruchtweinkeller » 12 September 2016 22:16

Mahlzeit,
ich halte den Gärspund als Verschluss ebenfalls für besser. Sowohl Kahm als auch Schimmel benötigen für ihr Wachstum Sauerstoff, insofern ist das Erscheinungsbild durchaus ein Indiz für einen Sauerstoffeintrag in den Ballon. Zudem habe ich Flüssighefen Keime gefunden die da definitiv nicht hinein gehören.

Sicherheitshalber würde ich diesen Gärstarter nicht verwenden (auch wenn ich aus der Entfernung nicht sicher sagen kann ob das Schimmel ist oder nicht). In Zukunft würde ich zu Trockenhefen raten; oft sind Gärstarter dann nicht nötig, aber wenn du dich dafür entscheidest, sicherheitshalber einen anzusetzen, diesen eben mit einem Gärspund "sauber" verschließen.
90% of everything is crap... Except crap. 100% of crap is crap.
(Too much coffee man)

Sorry, aber ich antworte nicht auf PMs, die inhaltlich ins Forum gehören!

Igzorn
1000 Liter Wein
1000 Liter Wein
Beiträge: 1590
Registriert: 05 Januar 2016 20:43

Re: Gärstarter für Met. Ist das normal?

Beitrag von Igzorn » 01 Oktober 2016 09:16

Hatte ich auch gerade:

Bild
Bild

Den Ansatz habe ich verworfen und vor 30 Minuten Trockenhefe in den Ansatz gegeben. Es blubbt schon.
Ist das Trinkgefäß erst leer, macht es keine Freude mehr. ... Rechtschreibfehler kommen alle durch dem Handy...

Antworten

Zurück zu „Vermehrung und Lagerung, Starterkulturen“