Gärstarter verhält sich sonderbar...

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DanielEmden
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Gärstarter verhält sich sonderbar...

Beitrag von DanielEmden » 30 August 2015 23:23

Hey liebe Fruchtweinliebhaber!
Bin etwas verwirrt.
Habe jetzt schon einige Weine hergestellt, immer mit super Ergebnissen.
Benutze immer Trockenhefe, Portwein, und auch wenn nicht zwingend notwendig, setze ich zur Sicherheit immer einen Gärstarter an.
Das tat ich auch gestern. Doch diesmal läuft alles sonderbar an:
Wie immer Apfelsaft 500ml, Nährsalz, 50 g Zucker...und ich denk ich seh nicht richtig, nach drei Stunden fängt es an zu blubbern wie verrückt! Hat sonst wesentlich länger gedauert.
Heut morgen dann aber nichts mehr los...Hab 20 g Zucker nachgegeben...sofort wieder am blubbern. Heut nach der Arbeit...wieder nichts! Wieder 20g Zucker...geht sofort wieder ab und jetzt...auf einmal wieder Flaute!?!
Das ist doch nicht normal, oder? Meine Frage: Wie weiter verfahren? Einfach weiter nachzuckern? Gibts da ne Grenze, welche die Hefe nicht verkraftet? Die Beeren für die Maische bekomm ich erst übermorgen...

Metinchen
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Re: Gärstarter verhält sich sonderbar...

Beitrag von Metinchen » 31 August 2015 13:35

Das klingt nach einer sehr vitalen Hefe :clap: .
Endlos weiterzuckern würde ich nicht, ein zu hoher Alk-Gehalt stresst die Hefen. Hast Du die Möglichkeit den Gärstarter kühl zu stellen, evtl. sogar in den Kühlschrank. Das verlangsamt die Gärung. Und wenn Du dann die Beeren bekommst, stellt Du den Starter einige Stunden vorher wieder bei Zimmertemperatur hin und fütterst ein wenig nach.
Oder andere Möglichkeit; Bis die Beeren kommen jeden Abend ein gutes Glas Apfelfederweißen trinken und den Starter mit frischem Apfelsaft auffüllen ;) :pfeif: .
Blumen sind das Lächeln der Erde!
(Herkunft unbekannt)

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Flowie91
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Re: Gärstarter verhält sich sonderbar...

Beitrag von Flowie91 » 31 August 2015 15:18

Das ist kein sonderbares verhalten, der Zucker ist lediglich verbraucht.
So eine starter solltest du auch nicht Tage bevor du den eigentlichen Ansatz startest, zusammenrühren.
Viele Grüße aus dem grünen Herzen Schleswig Holsteins
Flo

Ake
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Re: Gärstarter verhält sich sonderbar...

Beitrag von Ake » 31 August 2015 16:15

Jop ist normal. Meine Gärstarter setz ich immer als erstes an, wenn die Vorbereitungen für den Wein losgehen. Keine Stunde später, hat man im Allgemeinen den ersten leichten Schaum.

Orestes
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Re: Gärstarter verhält sich sonderbar...

Beitrag von Orestes » 02 September 2015 17:10

Bei Trockenhefe hat man normalerweise einen sehr aktiven Start, gerade wenn man die gesamten 5g Portweinhefe einsetzt. Für so ein Päckchen rechne ich mit einer "Startzeit" von 2-4 Stunden. Lange Gärstarter (also 2-4 Tage) sind eigentlich nur bei Flüssighefe nötig.

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Re: Gärstarter verhält sich sonderbar...

Beitrag von Goemoe » 13 September 2015 10:16

Ake hat geschrieben:Jop ist normal. Meine Gärstarter setz ich immer als erstes an, wenn die Vorbereitungen für den Wein losgehen. Keine Stunde später, hat man im Allgemeinen den ersten leichten Schaum.
Moin moin,

Ich hake mich hier mal ein. Ich starte gerade meinen ersten Versuch, mit genau diesem Rezept und Ergebnis. Kaum war der Starter angerührt, begann sich der erste feine Schaum abzusetzen. Jetzt, etwa 16 Stunden später haben ich dickeren Schaum und oben blubbert es leise aber stetig.

Wie lange muss das so laufen? Also wann ist der Starter soweit, dass er benutzt wird. Nehme ich alles oder laut Rezept nur 50-100ml pro 10 Liter?

Ich wollte kein neues Thema aufmachen, pardon. ;)

Bahnwein
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Re: Gärstarter verhält sich sonderbar...

Beitrag von Bahnwein » 13 September 2015 12:08

Wenn der Gärstarter blubbert ist er gut und kann eingesetzt werden. Bei Trockenhefe bei mir schon oft nach 30 Minuten der Fall. Viele sehr nützliche Informationen gibt es auch auf der Homepage, ausführliches Lesen ist sehr empfohlen.

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Re: Gärstarter verhält sich sonderbar...

Beitrag von Goemoe » 13 September 2015 12:17

Danke für die Antwort. Ja, die tolle Homepage habe ich schon mal ausführlich studiert, ist nur eine Weile her. Muss ich wohl noch einmal lesen. ;)

DanielEmden
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Re: Gärstarter verhält sich sonderbar...

Beitrag von DanielEmden » 13 September 2015 20:50

Danke erstmal für die hilfreichen Antworten!
Metinchens zweiter Rat gefiel mir am besten ;) und so hab ich es gemacht...mit dem Ergebnis einer tollen und sehr heftigen Maischegärung!
Nun stellt sich mir ein neues Problem und ich denke die Frage passt ebenfalls hierher: Hab heute in meinem Garten ca 10 Kilo Pflaumen geerntet...schon sehr reif, mussten dringend vom Baum. Hab leider keine Hefe mehr, müsste erst bestellen und somit einige Tage warten, einfrieren keinen Platz in der Truhe.
Meine Idee: Aus meinem derzeit noch sehr aktiven, von der Maische schon abgepressten Brombeeransatz einfach ein wenig abziehen, brauch eh etwas Platz im Ballon wegen Nachzuckern, und dies Abgezogene als Gärstarter für die neue Maische verwenden?

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Josef
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Re: Gärstarter verhält sich sonderbar...

Beitrag von Josef » 13 September 2015 21:24

Kannst du so machen. Zieh unten aus dem Ballon etwas ab, 1/4 Liter reicht schon. Einen Gärstarter brauchst du dabei nicht. Du kannst direkt in den neuen Ballon abziehen. Hab ich schon oft so gemacht. So lange man keinen Rotwein in einen Weißwein abzieht, ist das kein Problem.

DanielEmden
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Re: Gärstarter verhält sich sonderbar...

Beitrag von DanielEmden » 13 September 2015 22:18

Top! :) Tja, genau das wollt ich hören! ;) Danke für deine schnelle Antwort! Durchgeführt, Maische ist im Ballon...bin gespannt!!

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