diammoniumphosphat

Verwendung der nötigen Zutaten
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diammoniumphosphat

Beitrag von Fronberger0Weincrew » 13 Februar 2005 19:25

hallo, wir haben nun diammoniumphosphat bei brouwland bestellt, da ihr aber schreibt, dass auch Stickstoff wichtig für die hefen ist,stellt sich folgende frage: ist die zugabe von ammoniumsulfat essentiell oder reicht diammoniumphosphat aus :schlecht: ?
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Beitrag von Fruchtweinkeller » 13 Februar 2005 20:14

Stickstoffmangel ist das Hauptproblem, das zu stockenden Gärungen führt. Es ist im Ammoniumion NH4+ (N steht für den Stickstoff) enthalten und ist damit sowohl im Diammoniumphosphat (NH4)2 HPO4 als auch im Diammoniumsulfat NH4)2 SO4 enthalten, das ich auf der Homepage in der Rubrik Zutaten nicht ganz richtig Ammoniumsulfat nenne. Insofern ist bei Dir die Stickstoffversorgung gewährleistet ;)

Beide genannten Salze sind als Hefennährsalz zugelassen. Welches nun besser geeignet ist... ich habe keine Ahnung :D Wir arbeiten fast ausschließlich mit Ammoniumsulfat, und unser Weine gären wie der Teufel. Bei nährstoffarmen Honig- oder Blütenweinen nehmen wir ein Gemisch aus Ammoniumsulfat und Kaliumdihydrogenphosphat (Verhältnis 4:1, 5 g/l), damit die Versorgung sowohl mit Schwefel als auch Phosphat gewährleistet ist. Man kann sicher auch Ammoniumsulfat und -phosphat mischen.
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Beitrag von Fronberger0Weincrew » 14 Februar 2005 15:48

ähm, ich meinte natürlich schwefel...
trotzdem danke. könnte man eigentlich das normal gärungshemmende kaliumpyrosulfit mit diammoniumphosphat mischen und so eine schwefelquelle schaffen?
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Beitrag von Fruchtweinkeller » 14 Februar 2005 15:56

Das ist nicht ratsam. Das Kaliumpyrosulfit setzt SO2 frei, welches entweicht mit dem Gärungs-CO2 und damit ja nicht mehr zur Verfügung steht. Außerdem hemmt das SO2 die Hefe und fördert den Luftgeschmack während der Gärung, weil es Acetaldehyd bindet. Also während der Gärung hat Kaliumpyrosulfit nichts im Ansatz zu suchen, es sei denn, man hat ein Problem mit z.B. Schimmel oder Essigsäurebaktien.

Falls Du ausschließlich Diammoniumphosphat verwendest, so poste doch bitte Deine Erfahrungen, insbesondere bei nährstoffarmen Weinen.
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Beitrag von Fronberger0Weincrew » 14 Februar 2005 16:02

das wird glaub ich leider noch etwas dauern, da wir bald unseren ersten honigmet ansetzen wollen und da wollen wir kein risiko eingehen, soll ja auch was werden :D
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Beitrag von Fruchtweinkeller » 14 Februar 2005 16:08

kann ich verstehen :D
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diammoniumphosphat

Beitrag von Selvmord » 17 Februar 2005 14:49

Hi!

woher kriegt man denn am besten entweder Hefenährsalz oder Diammoniumsulfat oder Diammoniumphosphat einzeln?
Im Internet bestellen iss mir dafür etwas zu teuer wegen Versand. In Österreich (jaja, da wohne ich :) hab ich bisher nur www.holzeis.com/ gefunden und das iss leider in Wien.

Gibts Hefenährsalz vielleicht in bestimmten Geschäften ?

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diammoniumphosphat

Beitrag von Birgit » 17 Februar 2005 14:59

In Deutschland bekommt man es in Apotheken und in traditionnellen Drogerien (also nicht Schl*** oder D*), frag doch einfach mal nach Hefenährsalz :shock:

Gruß Birgit

[Dieser Beitrag wurde am 17.02.2005 - 14:59 von Birgit aktualisiert]
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Beitrag von Tompson » 17 Februar 2005 15:10

Im Salzkammergut fragte ich in kleineren Geschäften nach Trockenhefe und habe erfahren, daß die Ösis *verzeihung* eher brennbegeistert sind... :schlecht:
Aber es gibt doch noch die Firma Knopf, die doch ebenfalls aus Österreich kam :?:
Oak ne jechn!

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Beitrag von Birgit » 17 Februar 2005 15:34

Knopf heißt jetzt Holzeis, haben jetzt auch ein neues Design für die HP und ein neues Sortiment :shock:
Fand nur das Alte besser :(

Gruß Birgit
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Beitrag von Selvmord » 17 Februar 2005 21:47

Danke für den Tip!

Werd ich dann gleich mal wenn ich Zeit hab schauen. Naja, ansonsten muss ichs halt doch bestellen :(

PS: Kann es sein, dass Hefenährsalz eher bei größeren Mengen nötig iss? Mein jetziger Met (ca. 23 Liter) fängt grade vermutlich deshalb an zu stocken, meine 1,5-Liter Ansätze haben fröhlich über 1 Monat vor sich hin gegärt!

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Beitrag von Fruchtweinkeller » 17 Februar 2005 22:02

Hefenährsalz ist wichtig, egal, wie groß der Ansatz ist. Je größer der Ansatz, desto stärker vermehrt sich die Hefe, desto höher ist der Nährstoffbedarf. Der relative Bedarf ist immer gleich.
Ich habe in einem Buch gelesen, dass eine Gärung, die wegen zu geringer Dosierung des Nährsalzes ins stocken geriet, nicht durch nachträgliche Zugabe von Nährsalz in Gang gebracht werden kann. Stand glaube ich in dem Buch "Gärprobleme" (ohne Gewähr). Ich habe keine Ahnung, ob das stimmt, es gebe mal so weiter :|
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