Wasserzugabe

Verwendung der nötigen Zutaten
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00Schneider
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Wasserzugabe

Beitrag von 00Schneider » 17 Juli 2018 09:00

Hallo erstmal, ich bin den Neue,

Nachdem ich die Ausführungen auf den Homepage studiert habe und jetzt auch einen Versuch mit Mirabellen und Pflaumen starten möchte (sobald sie reif sind), habe ich noch eine grundsätzliche Frage, die mir nicht ganz klar geworden ist.
In den Rezepten sehe ich fast überall eine relativ große Menge an Wasser zur Verdünnung, ist es denn nicht grundsätzlich sinnvoll soviel Fruchtsaft zu verwenden wie möglich und als limitierende Größe nur die Säure zu betrachten, d.h. wenn der Säuregehalt im oder unter dem gewünschten Wert liegt, kein Wasser zu verwenden?
Gibt es andere Gründe für das Wasser?

Stefan

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Metinchen
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Re: Wasserzugabe

Beitrag von Metinchen » 17 Juli 2018 09:16

Hallo und herzlich willkommen.
Ja kannst Du so machen. Aber bedenke manche Früchte sind extrem geschmacksintensiv, das ist dem ein oder anderen zu viel. Selber mache ich es meist auch so, das die Säure die Menge der Wasserzugabe bestimmt.
Die Rezepte auf der Homepage sind aber so ausgelegt das man oft eine säuremässige Punktlandung macht, und eher selten noch Säure hinzufügen muss. Auch ist es natürlich ein Unterschied ob Du die Früchte kaufen mußt oder sie vollreif ernten kannst.
Grüße Metinchen
Blumen sind das Lächeln der Erde!
(Herkunft unbekannt)

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Re: Wasserzugabe

Beitrag von Moneysac » 17 Juli 2018 11:19

Es ist definitiv von der Frucht abhängig. Bei Schlehen ist z.B. 12kg auf 20 Liter angegeben und das schmeckt schon intensiv genug. Reduziert man den Wasseranteil noch weiter schmeckt es meiner Meinung nach relativ schnell zu "fett". Geschmacklich dann schon fast wie ein Likör.

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Re: Wasserzugabe

Beitrag von 00Schneider » 17 Juli 2018 12:13

Danke für die schnellen Antworten,
ich habe nur etwas Bedenken dass je nach Frucht es wässrig schmeckt, und nachträglich entfernen wird schwierig.
Könnte man auch erst einmal die Maische mit einer geringeren Menge Wasser ansetzen und nach dem Abpressen beim Einstellen der Säure ggf. Verdünnen bis Säure und geschmacklich ok, oder ist der evtl. zu intensive Fruchtgeschmack in diesem Stadium noch nicht zu erkennen?
Beeinflusst der hohe Säuregehalt in der Maische die Gärung negativ?

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Re: Wasserzugabe

Beitrag von Igzorn » 17 Juli 2018 15:42

Hallo Erstmal!

Wenn Du Dir unsicher bist, wieviel Wasser Du benötigst, dann ist die von Dir vorgeschlagene Methode richtig.

Kerne raus
Früchte matschen
Wasser dazu, bis alles gerade so schwimmt ( das Antigel muss an alle Ecken der Früchte gespült werden)
Täglich intensiv schütteln oder die Fruchthaube mit einem Maischepaddel runter drücken
Nach einer bis zwei Wochen (probieren, ob zu intensiv, bitter oä.) abpressen
Säure messen
Wasser zugeben bis Säure niedrig genug

Jetzt ist die Säure final und es gibt nichts mehr zu tun, außer nachzuzuckern und zu warten.

Zu viel Säure (im normalen Fruchtrahmen) beeinflusst die Gärung nicht negativ, aber schützt vor Fremdbewuchs (ein wenig).
Ist das Trinkgefäß erst leer, macht es keine Freude mehr. ... Rechtschreibfehler kommen alle durch dem Handy...

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Re: Wasserzugabe

Beitrag von 420 » 18 Juli 2018 21:39

Bei einer Maischegärung kann man vorab ja nicht sagen, wie säurehaltig die Fürchte sind. Deshalb gebe ich am Anfang der Gärung nicht so viel Wasser hinzu.
Vorteil beim Abpressen ist noch, dass etwas schneller gepresst werden kann, weil die Gesamtmenge etwas weniger ist.

Danach messe ich die Säure und berechne die Wasserzugabe. Zuckerzugabe - klar - muss auch gemacht werden.

VG
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