Destieliertes Wasser

Verwendung der nötigen Zutaten
Steiner111
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Re: Destieliertes Wasser

Beitrag von Steiner111 » 01 Mai 2014 07:51

Habe für 10 l Kirsch met 4l Destiliertes Wasser wo man auch für Aqurarium verwenden kann

Dreamhorse17
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Re: Destieliertes Wasser

Beitrag von Dreamhorse17 » 20 Juni 2014 02:03

Wow ich wusste garnicht das man Destiliertes Wasser nehmen kann ich habe bisher immer gefiltert.

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fibroin
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Re: Destieliertes Wasser

Beitrag von fibroin » 20 Juni 2014 09:03

Man kann destilliertes Wasser nehmen. Wenn aber sehr weiches Wasser ins Haus geliefert wird, ist das nicht nötig. Ich habe das Glück, Talsperrenwasser zu bekommen. Das ist für die Fruchtweinbereitung ausgezeichnet. ;)
Wenn du dich wohlfühlst, mache dir keine Sorgen. Das geht wieder vorbei.

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Re: Destieliertes Wasser

Beitrag von Acryldame » 08 Juli 2014 09:01

Ich nehm das Wasser der II Wiener Hochquellleitung, das ist ziemlich weich und hat seinen Ruf zurecht.

Wasser aus PET-Flaschen ist mir wegen den Phthalaten nicht so sympathisch.

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Re: Destieliertes Wasser

Beitrag von Fruchtweinkeller » 08 Juli 2014 20:51

Phtalate sind da freilich nicht enthalten ;)
90% of everything is crap... Except crap. 100% of crap is crap.
(Too much coffee man)

Sorry, aber ich antworte nicht auf PMs, die inhaltlich ins Forum gehören!

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Re: Destieliertes Wasser

Beitrag von Das Fruchtwunder » 09 Juli 2014 15:03

Knoton hat geschrieben:Das destillierte Wasser, was du im Baumarkt oder Kaufhalle bekommst reicht vollkommen aus. Wenn Bügelwasser drauf steht, solltest du nur drauf achten, dass keine Aromastoffe drin sind, die duftende Wäsche bieten. Aber sonst vollkommen okay.
Klar reicht jedes x-beliebige Baumarkt Wässerchen. :clap:

Aber die Bisphenol A hältige Verpackung in Form des nicht für Lebensmittel geeigneten Kanisters reicht nicht. Falls es dir vielleicht nichts macht wenn du durch deinen Met impotent wirst, solltest du dieses Thema zuerst mit deiner Gattin besprechen.

Die Österreicher hatten vor einiger Zeit Frostschutzmittel in den Wein gekippt, um ihn zu verbessern. Ob sie dieses Frostschutzmittel auch aus Kostengründen im Baumarkt eingekauft hatten? Fragen über Fragen....

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Re: Destieliertes Wasser

Beitrag von Professore » 09 Juli 2014 23:32

Das Fruchtwunder hat geschrieben: Aber die Bisphenol A hältige Verpackung ...
Nun ja, vorsichtig würde ich da einwerfen wollen, dass das Bisphenol A das Monomer des Polycarbonats ist
und per se nicht in dem Polyethylenkanister (oder Polypropylenkanister) des Aqua-Dest enthalten sein kann.
Wenn Du allerdings den ganzen Tag an CD's oder DVD's lutscht, dann würde ich mir Sorgen machen.

Gruß

Jochen
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Re: Destieliertes Wasser

Beitrag von Acryldame » 10 Juli 2014 09:05

In den PE-Kanistern sind wahrscheinlich keine Phthalate drin, auch wenn das Recyclat-Kanister sein können, also aus gebrauchtem PE wo kein Mensch mehr weiß, was früher drin war.

Aber ich habe auch schon genug Aqua dest. in großen PET-Flaschen gesehen und da ist vermutlich alles drin, vor allem DEHP, da die Verpackung in dem Fall einfach nicht für Lebensmittel gedacht ist und sie deswegen nicht aufpassen müssen, was sie als Monomere einsetzen.

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Re: Destieliertes Wasser

Beitrag von Professore » 10 Juli 2014 10:33

Acryldame hat geschrieben: Aber ich habe auch schon genug Aqua dest. in großen PET-Flaschen gesehen und da ist vermutlich alles drin, vor allem DEHP, da die Verpackung in dem Fall einfach nicht für Lebensmittel gedacht ist und sie deswegen nicht aufpassen müssen, was sie als Monomere einsetzen.
Da ist sie wieder, die Weichmacherlüge :clap:

Phthalate (wie z.B. das genannte DEHP) sind keine Monomere sondern Weichmacher und werden schon schon gar nicht zu allen Kunststoffen zugegeben.
Der Anwendungsbereich ist eng begrenzt, ca. 95% werden in PVC verwendet, der Rest ist in Gummi, Lacken, Klebern und Dichtmitteln.
Zu behaupten, PET ist giftig, weil es Weichmacher enthält ist in etwa so unsinnig, wie zu behaupten, Alufolie ist giftig, weil sie Blei
und Cadmium enthält.

Gruß

Jochen
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Re: Destieliertes Wasser

Beitrag von Acryldame » 10 Juli 2014 11:10

Tut mir leid, aber ich musste mich vor mehreren Monaten mit PET-Rohlingen eingehend beschäftigen. ?-| Phthalate werden bei der PET-Produktion als Monomere eingesetzt (nona, denn PET ist nichts anders als Polyphthalsäureester und können auch in das Wasser leachen. Es ist ein altbekanntes Problem, zu dem es vermutlich bereits hunderte Publikationen gibt

Hier ist zum Beispiel eine Publikation, wo geringes Leaching festgestellt wurde.
http://www.sodis.ch/news/archiv/news_do ... indien.pdf
http://scholar.google.at/scholar?q=pet+ ... _sdt=0%2C5
http://link.springer.com/article/10.100 ... 009-0107-7
http://www.sciencedirect.com/science/ar ... 9702003492
etc etc etc

Genau wegen der Gefährlichkeit von z.B. DEHP wird von namhaften Herstellern mittlerweile bevorzugt auf andere Phthalate zurückgegriffen, für die in den Toxizitätstests weniger negative Ergebnisse vorliegen. Allerdings kann es sich dabei auch um eine Frage der Zeit handeln, da Langzeittoxizität nunmal schwer zu ermitteln ist.
Aber bei Bügeleisen-Wasser wird ihnen vollkommen wurst sein, ob da Grenzwerte für Lebensmittel überschritten werden.

Von Weichmachern hast übrigens du geredet und nicht ich, den Schuh zieh ich mir nicht an. Ich weiß ganz genau, dass PET keine Weichmacher enthält, aber das ist wurst, weil das Monomer anscheinend doch in die flüssige Phase übergeht.

Und wo wir gerade über Alufolie reden. Auch die ist in Verruf geraten, vor allem für säurehaltige Lebensmittel, weil Aluminium das Alzheimerrisiko erhöht.

http://archneur.jamanetwork.com/article ... eid=773738

/Klugscheißerei aus

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Re: Destieliertes Wasser

Beitrag von Professore » 10 Juli 2014 17:27

Ok, ok, dann müssen wir etwas in die Tiefe gehen.

PET wird im ersten Schritt durch Veresterung von Terephthalsäure mit zweiwertigen Alkoholen (z.B. Ethylenglykol)
hergestellt. Anschließend wird eine Kondensationspolymerisation durchgeführt, bei der Glykol abgespalten wird.
Die verwendeten Monomere sind also Terephthalsäure und Ethylenglykol (welch Ironie, wahrscheinlich ist
Frostschutzmittel in PET einfacher nachzuweisen als DEHP).
DEHP ist bei keinem Schritt im Spiel und es gibt in der Literatur auch keinen Hinweis darauf, dass es durch
Schädigung des PET z.B. bei der Verarbeitung entstehen kann.
Nachzulesen z.B. in Becker, Braun; Kunststoffhandbuch Bd 3/1; Hanser Verlag 1992; Seite 12ff oder, wenn es
etwas neuer sein soll in Kaiser; Kunststoffchemie für Ingenieure; Hanser Verlag 2011,; Seite 324ff.

Nur weil im Namen der Begriff ...phthalat enthalten ist, bedeutet es nicht, dass DEHP enthalten ist. Auch ein PKW
in nicht gleich LKW nur weil beide den Begriff Kraftwagen im Namen haben.
Die Chemiker mögen mich korrigieren, aber ein Phthalat ist ein Benzolring an dem zwei CO-O-R Gruppen hängen.
Sowohl das DEHP als auch das PET haben diese Gruppe, nur das R ist grundverschieden.

Ich habe mir auch die verlinkte Studie zu Gemüte geführt. Die sagt nur aus, dass in dem Wasser, das in PET-
Flaschen gelagert wurde möglicherweise DEHP nachgewiesen wurde. Es gibt keinen Hinweis auf die Herkunft.
Leider waren wir in der Vergangenheit bei der Verwendung von Weichmachern zu sorglos, mit der Folge, dass
mittlerweile fast überall Weichmacher nachgewiesen werden können (was auch an der gesunkenen Nachweisgrenze
liegt).
Der Studie muss ich vorwerfen, dass zwar im Text von Vergleichsproben in Glasflaschen gesprochen wird, aber die
Messwerte dieser Proben fehlen (wurde da möglicherweise auch DEHP nachgewiesen?).
Auch wird die Nachweisgrenze und der Vertrauensbereich des Messverfahrens nicht angegeben, ein Messwert von
0,5 µg ist wertlos wenn der Fehler bei +- 1µg liegt.
Und dann sind die Ergebnisse unlogisch, häufig haben die im Schatten gelagerten Proben einen höheren DEHP
Wert als die in der Sonne oder im Wärmebad gelagerten. Auch ist der Messwert nach 48h bei 30°C höher als
nach 48h bei 60°C.
Das ist unlogisch, da die Migration von Inhaltsstoffen bei höheren Temperaturen schneller vonstatten geht und
deshalb auch die Konzentration höher sein müsste.
Und letztendlich wurde nur jeweils ein Messwert genommen. Ohne Fehlerbetrachtung sind die Messungen wertlos.

Auch die verlinkten Artikel sprechen nur von Mutmaßungen.

Ich will hier DEHP nicht schönreden und gesund ist es sicher nicht. Es wird aber weder bei der Herstellung von PET
verwendet, noch gezielt zu PET zugegeben.
Acryldame hat geschrieben: Von Weichmachern hast übrigens du geredet und nicht ich, den Schuh zieh ich mir nicht an.
Nöö, Du hast DEHP ins Spiel gebracht:
Acryldame hat geschrieben:Aber ich habe auch schon genug Aqua dest. in großen PET-Flaschen gesehen und da ist vermutlich alles drin, vor allem DEHP...
Und DEHP ist nun mal ein Weichmacher:

http://de.wikipedia.org/wiki/Bis(2-ethylhexyl)phthalat
http://www.dehp-facts.com/
http://www.pfaenderplastik.de/Dateien/f ... t_dehp.pdf
http://www.lgl.bayern.de/lebensmittel/w ... venoel.htm
http://www.greenfacts.org/de/glossar/de ... thalat.htm
usw. usw.

Gruß

Jochen
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Re: Destieliertes Wasser

Beitrag von Fruchtweinkeller » 10 Juli 2014 18:12

Professore hat geschrieben:Die Chemiker mögen mich korrigieren, aber ein Phthalat ist ein Benzolring an dem zwei CO-O-R Gruppen hängen.
Sowohl das DEHP als auch das PET haben diese Gruppe, nur das R ist grundverschieden.
Bin zwar kein Chemiker, aber: Phthalate sind Ester der Phthalsäure . Phtalsäure ist o-Phthalsäure Benzol-1,2-dicarbonsäure. Terephtalsäure (welches ein PET-Monomer ist) ist p-Phthalsäure Benzol-1,4-dicarbonsäure. Kleiner Buchstabe, große Auswirkung. Dass Terephtalsäure/PET per se nichts mit Weichmachern zu tun hat ist unter Anderem in "Chemie für Jedermann" nachzulesen:
http://books.google.de/books?id=jWH41Ka ... 22&f=false


Seufz. Und dann kommen wir zum Aluminium.

Die BfR sieht die Gefahr durch Aluminium freilich anders:

http://www.bfr.bund.de/cm/349/no_risk_o ... oducts.pdf

Ebenso beispielsweise die kanadische Alzheimer Society:

http://www.alzheimer.ca/en/About-dement ... sk-factors

Ferner empfehle ich die Lektüre folgender Seite (die auch einiges aussagt über deutsches Qualitätsfernsehen a la arte):

http://www.nachdenken-bitte.de/medizin/ ... ehgartner/

Und da oben noch das Stichwort "Impotenz" gefallen ist: Leute, ihr stellt ein Nervengift her und konsumiert ein Nervengift, das nachgewiesener Weise Nerven abtötet, das nachgewiesener Weise auch in kleinsten Mengen die Krebsgefahr siginifikant erhöht (manche sehen Alk als Krebsverursacher nach dem Rauchen auf Platz 2 oder 3), was nachgewiesener Weise im hohem Maße andere nicht-ansteckende Krankheiten auslöst, darunter viele Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Und was nachgewiesener Weise impotent machen kann. Darüber regt ihr euch nicht auf, aber über nebulösen, teils unbewiesenen Quark in der nicht-signifikanten Statisitkwolke? Sorry, liebe Mithobbywinzer und Mitalkoholkonsumenten, das ist keine
Klugscheißerei
das ist ein wenig realitätsfremd ;) Kommt mal ein wenig runter.

Ganz unabhängig davon sollten immer und ausschließlich Geräte und Gefäße verwendet werden die gekennzeichnet sind als "LEBENSMITTELTAUGLICH". So steht es auch irgendwo auf der Homepage :idea:
90% of everything is crap... Except crap. 100% of crap is crap.
(Too much coffee man)

Sorry, aber ich antworte nicht auf PMs, die inhaltlich ins Forum gehören!

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