ENOLMATIC Abfüllanlage

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JasonOgg
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Beitrag von JasonOgg » 11 Februar 2011 07:32

ToS hat geschrieben:Mein Schlehenwein war nicht filterbar
Ich kann mich an keine Probleme mit dem Schlehenwein erinnern, eine grobe Filterpatrone besitze ich nicht. Ich kann mich auch nicht erinnern, ob ich erst fein oder direkt steril gefiltert habe.

Wenn ich allerdings meine diesjährigen Schlehe-Honig Ansatz anschaue, der scheint auch nicht so problemlos zu klären.
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Beitrag von Professore » 11 Februar 2011 20:37

Ehli hat geschrieben: ...20 Liter Schlehe auf Flasche schaff ich ja mit der MiniJet in ner Stunde (verkorkt) und ich muss bei jeder Buddel die Pumpe ausschalten.
Da ist was oberfaul...
Andy, ich denke das liegt an der unterschiedlichen Technik. Die kleine "Vakuumpumpe" in der Enolmatic
wird weniger Unterdruck schaffen als die Minijet Überdruck. Nun ist die Filterfläche der Kerzenfilter
zwar größer als die der Schichtenfilter, trotzdem steigt bei viel Trub der Druckbedarf ziemlich schnell an.
Und dann rinnt es eben nicht mehr, sondern tröpfelt nur noch.

Und dann bringt auch bei Schlehe eine längere Klärzeit noch etwas, auch wenn er nicht völlig klar wird.

Gruß

Jochen
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Beitrag von ToS » 11 Februar 2011 22:52

Die ersten 15l Schlehenwein hab ich mit meinem Selbstbaufilter gefiltert.
Da ging das auch recht schnell (ne Stunde, vielleicht 1,5), aber wie lange weiß ich nicht mehr genau. Auf jeden Fall war es ein EK-Filter.

Den Rest, also ca. 30l Schlehe wollte ich dann mit der Enolmatic filtern. 0.50 Micron waren kein Problem, das lief sehr zügig durch.
Aber mit der 0.25er - keine Chance, nach einigen Flaschen war der Filter dicht.
Ein Durchspülen hat zwar geholfen, aber da hatte ich einfach keinen Bock drauf.

Ich denke, es liegt an den Taninen. Die ersten 15l hatten bei weitem nicht diesen Rauhen-Zungen-Effekt, wie die 30l danach. Es waren auch zwei verschiedene Ansätze.
Geklärt hatten die Weine ca. 2 Monate.

Kann sein, das der Minijet schneller geht. Aber die Vorteile der Enolmatic möchte ich nicht mehr missen.
Es ist mir auch egal, ob ein Wein ein paar Stunden zum filtern braucht.
Geht doch eh von alleine :)

Ich denk, Jochen hat schon recht mit seiner Vermutung. Unterdruck wird aber schon ganz gut aufgebaut. Es zieht sogar die Schläuche zusammen, wenns nur noch tröpfelt :D

Alles in allem ist die 0.50er Schlehe trotzdem sehr gut geworden, irgendwelche Ablagerungen in den Flaschen hab ich noch nicht entdecken können.

Grüße Thorsten

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Beitrag von matzl0505 » 12 Februar 2011 11:03

ToS hat geschrieben:Ich denke, es liegt an den Taninen
Glaube ich nicht. Tannin gehört zu den Schönungsmitteln. Tanninreiche Weine klären in der Regel besser und schneller. Das deckt sich auch mit meinen Erfahrungen mit Mispel und Schlehe.
ToS hat geschrieben:Unterdruck wird aber schon ganz gut aufgebaut. Es zieht sogar die Schläuche zusammen, wenns nur noch tröpfelt
Ja, nur Unterdruck bleibt eben Unterdruck. Und der wird nunmal betragsmäßig maximal so groß wie der Luftdruck. Eher wohl weniger, denn ein perfektes Vakuum wird die Enolmatik wohl nicht in den Ballon zaubern. Deshalb wird der Druck wohl so bei einem Bar liegen.
Was der MiniJet leistet, weiß ich nicht.

gruß
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Beitrag von JasonOgg » 12 Februar 2011 20:09

ToS hat geschrieben:Aber die Vorteile der Enolmatic möchte ich nicht mehr missen.
Das habe ich mir heute auch gedacht, besonders als ich die 83 Flaschen durch hatte :shock:
und bevor ich mit dem Spülen angefangen habe. :!:

Also, 24l Mirabelle (3 Monate sehr gut geklärt) sofort steril, danach die Chili-Johanna (ebenfalls 3 Monate) auch sofort steril.

Weil es noch so früh war und Spaß machte, habe ich die Quitte auch noch gefiltert. Knapp zwei Monate ohne ein Anzeichen von Klärung. Also erst durch den Feinfilter, danach durch den Sterilfilter. Dazu habe ich den Sterilfilter mit 20l einmale rückwärts gespült. Rote Jobeere mit ein paar Tropfen Mirabelle, das juckt mich nicht, aber rote Johanna in Quitte, dass habe ich mich nicht getraut. Außerdem musste ich ja die Patrone wechseln.

Alles ohne Stockungen, insgesammt 83 Flaschen.

Danach dann die große Spülerei, dabei sind bestimmt 80-100l Wasser durchgegangen, ich habe es nicht gezählt. Das ist der Punkt, wo der Simplex besser ist, die Filterscheiben werden einfach entsorgt.

Ach ja, zum Reinigen der Kartuschen verwende ich Chemipro ACID. Allerdings steht auf dem Etikett "gründlich nachspülen", das halte ich für vernünftig, denn es schäumt wie verrückt, so kommen die genannten Wassermengen zusammen. Die Filterpatronen sehen zwar nicht wie neu aus, aber doch deutlich besser.
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Beitrag von ToS » 13 Februar 2011 01:02

Also der Schlehenwein klärte sehr schlecht.
Und Taninreich ist er auch. Den von 2009 hab ich gaaanz weit nach hinten geschlichtet, damit er sich entwickeln kann.

Woran es dann liegt, wenn nicht an den Taninen, weiß ich nicht. Ich kann nur sagen, das sich dunkelrote Weine sich schlecht filtern lassen.

Die großen, leistungsstarken Filter sind ja Schichtfilter. Trotzdem mag ich die Enolmatic lieber :)

@JasonOgg: Chemipro hab ich noch nicht benutzt zum säubern. Bisher hab ich immer mit klaren Wasser rückgespült. Vielleicht liegt ja hier der Hund begraben? Ich werde mir mal das Zeug besorgen, vielleicht klappts dann besser.

Ansonsten sehen meine Filter auch noch ganz gut aus. Bisher hab ich auch nur 0.5 und 0.25 Micron benötigt.

Grüße Thorsten

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Beitrag von JasonOgg » 13 Februar 2011 17:26

Wie gesagt, das schäumt fürchterlich, besonders wenn der Filter leer saugt.Aber etwas besseres, von dem ich nicht erwarte, dass es den Filter zerstört habe ich noch nicht entdeckt.
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Beitrag von peppy98 » 16 Februar 2011 15:39

Hurra, das neue Filtergehäuse ist da.

Habe aber schon wieder das Problem, daß ich es nicht richtig dicht bekomme, bin ich zu blöd dafür?

Was haltet ihr von dem Tip mit der Vaseline abzudichten? Schadet das nicht dem Wein bei Kontakt?

Gruß Peppy

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Beitrag von Ehli » 16 Februar 2011 19:10

Hi Jochen,
Professore hat geschrieben: Und dann bringt auch bei Schlehe eine längere Klärzeit noch etwas, auch wenn er nicht völlig klar wird.
Schlehe mit Honig hat bei mir noch nie Probleme bereitet. Ein zwei Monate bei ~12-13°C im Keller und ein Satz EK Filters reicht für 20 Liter. :D
Ekelhaft gestaltet sich das gerade bei Quitte-Schlehe. Anders als alles was ich bisher hergestellt hab hat die bei 13% nicht mal eine geringe Neigung zum Klären.
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Beitrag von peppy98 » 17 Februar 2011 12:15

OK, ihr anderen Enolmatic-Nutzer, mal anders gefragt:

wie bekommt ihr euren Tandem-Filter dicht? Das Ding lässt sich keinen 100tel mm mehr weiter zudrehen und trotzdemm pfeift irgendwo die Luft raus. Hab die Dichtung auch schon mal rausgenommen und wieder neu eingesetzt, aber nix hilft.




Ich springe gleich ausm Fenster! (Gott sei dank sitze ich hier im Keller)

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Beitrag von JasonOgg » 17 Februar 2011 13:00

peppy98 hat geschrieben:wie bekommt ihr euren Tandem-Filter dicht?
Ganz einfach, ich schraube ihn einfach zu. 8-)
Ich stecke die Kartusche ein, stecke das ganze in den Behälter und schraube zu, dann stecke ich die Schläuche an. Keine Vaseline, keine Tricks.

Aber das hilft Dir nicht viel, aber ich hatte diese Probleme nie.

Hat Dein Deckel/Gehäuse einen Knacks?
Nein? Dann sollten wir villeicht weiter vorne anfangen und mal systematisch durchgehen. Ich schreib es einfach mal auf, vielleicht fällt uns dabei etwas auf.

Das Prinzip der Enolmatic beruht ja auch Unterdruck (bitte ihr Physiker, schlagt mich nicht, ist theoretisch nicht korrekt). Ich erzeuge mit dem dünnen Schlauch in einem Gefäß Unterdruck, der wird dadurch ausgeglichen in dem durch den dicken Schlauch etwas angesaugt wird. Voraussetzung ist, dass das ausgesaugte Gefäß nur diese beide Öffnungen hat. Beim Demi-John Kit ist dieses der Gummideckel mit den beiden Röhrchen. Sitzt dieser nicht dicht auf, dann funktioniert das nicht. Deswegen fallen meine mundgeblasenen Ballone aus, die haben keinen planen Rand, an den der Deckel luftdicht anschließen kann. Beim Flaschenabfüller ist es vom Prinzip genauso, nur etwas komplizierter.

Im einfachsten Falle geht der dicke Schlauch in den Quellballon, aus dem dann der Wein gesaugt wird. Hier ist das einzige offene Ende. Das kann man gut mit Wasser durchspielen. Geht es nicht, muss ich die Undichtigkeit herausfinden. Höchswahrscheinlich die Gummikappe, oder der Schlauch, oder die Enolmatic selber. An der Enolmativ gibt es einen Regler, mit dem ich einstellen kann, wieviel abgesaugt wird. Je weiter der auf Minimum gedreht ist, desto dichter muss die Kappe sitzen.

Nächster Schritt, der Filter. Eigentlich baut der in den Schlauch nur eine Art Beule ein, eine Seite rein, andere Seite raus. Die Richtung wird durch Pfeile auf den Anschlüssen angezeigt. Auch ohne Filterpatrone muss so Wasser durchgesaugt werden (erst in das Gehäuse). Funktioniert dieses nicht habe ich die Undichtigkeit im Gehäuse.

Da gibt es auch mehrere Möglichkeiten:
1. die Schläuche sitzen nicht dicht drauf
2. der Deckel sitzt nicht dicht drauf
3. der Bypass ist undicht

Den Bypass kann man nutzen um den Filter schneller zu füllen. Ob das Rad geschlossen ist oder nicht spielt für die Dichtigkeit keine Rolle.

Ist Dir beim Durchlesen noch etwas aufgefallen oder ist es definitiv das Filtergehäuse? (Das habe ich aber zu Hause)
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Beitrag von matzl0505 » 17 Februar 2011 13:28

Oder liegts vielleicht an der Filterpatrone.
Ich dachte da gabs schonmal nen Thread mit so nem Ähnlichen Problem.

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