Welches ph Meter

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Metinchen
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Welches ph Meter

Beitrag von Metinchen » 26 September 2018 09:44

Da mir das ständige Nachbestellen der Blaulauge auf den Zeiger geht ( die immer dann zu ende geht wenn man sonst nichts bestellen muss), möchte ich auf die Säuremessung mit einem PH Meter umstellen. NaOH ist sowieso vorhanden (wegen der Seifenherstellung) und eine Feinwaage ebenfalls, so das ich mir schon zutraue die entsprechende Lösung selber herzustellen. Meine Frage ist nun was muss so ein PH-Meter können, bzw. auf was muss ich beim Kauf eines Solchen achten. In der Bucht gibt es gelbe Geräte für um die 8 Euro. Ist das ausreichend, oder lieber mehr Geld anlegen, weil haltbarer? :hmm:
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Re: Welches ph Meter

Beitrag von Fruchtweinkeller » 26 September 2018 23:34

Schwierige Frage. Die ganz billigen habe ich nie getestet, ich bin mit einem pH-Checker von Hanna gestartet, der Nachfolger liegt aktuell so in der 50 Euro-Klasse. Kaufargumente damals waren: Elektrode ist tauschbar (Verschleißteil) und das Gerät ist kalibrierbar über kleine Schrauben. Damals gab es kaum günstigere Geräte, bei den jetzt erhältlichen Ex-und-Hopp-Geräten kauft man sich halt ein neues wenn das Ding irgendwie spinnt. Ob man mit den ganz günstigen Modellen glücklich werden kann weiß ich leider nicht, aber ich habe mir schon einigen China-Schrott eingefangen und bin da skeptisch.

Ich habe mal ein wenig gesucht, und dieses hier sieht so aus wie mein erstes pH-Meter:
https://www.ebay.de/itm/pH-Wert-98103-P ... 3206545400?
Heißt nicht dass es dieselben Qualitäten aufweist wie mein altes Gerät und heißt nicht dass du da kaufen sollst ;)

Ganz wichtig: Die richtige Pflege des Geräts, die Beiträge dazu hast du gefunden?
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Re: Welches ph Meter

Beitrag von NeoArmageddon » 27 September 2018 11:16

Da meine Chemielaborzeit schon etwas länger her ist, wie würde man mit einem pH-Meter messen?
Bekannte Menge Wein mit bekannter Konzentration NaOH soweit verdünnen, bis pH-Meter 7 sagt und dann aus NaOH Menge g/l Säure errechnen?
Also Quasi statt Bromthymolblau das Messgerät nehmen?

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Re: Welches ph Meter

Beitrag von Jesus » 27 September 2018 12:27

Ganz genau so.

Alternativ kannst du dir natürlich auch Bromthymolblau holen und dir deine Blaulauge jederzeit selbst machen.
Der Vorteil vom pH-Meter ist nur das einfachere Erkennen des Neutralpunktes bei stark gefärbten Weinen.

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Re: Welches ph Meter

Beitrag von NeoArmageddon » 27 September 2018 12:33

Jesus hat geschrieben:
27 September 2018 12:27
Alternativ kannst du dir natürlich auch Bromthymolblau holen und dir deine Blaulauge jederzeit selbst machen.
Bromthymolblau und NaOH hab ich sowieso da. Aber mit pH-Meter stell ich mir das komfortabler vor, als mit dem Acidometer und den pH-Streifen (meiner Meinung nach nicht für Personen mit Rot-Grün-Schwäche geeignet :P ).

Benutzt hier jemand eine Bürette für die NaOH-Lösung?

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Re: Welches ph Meter

Beitrag von Jesus » 27 September 2018 12:41

Ja. Ist sicherlich einfacher in der Anwendung. Allerdings kommt auch ein Mehraufwand für die Pflege der Kathode dazu.

PS: Ich benutze einen kleinen Erlenmeyerkolben und eine 10ml Messpipette plus Pipettierball. Am Ende ist jede Methode die dir erlaubt das Volumen der benötigten NaOH-Lösung zu bestimmen gut genug. Theoretisch könntest du es auch wiegen. :D

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Re: Welches ph Meter

Beitrag von NeoArmageddon » 27 September 2018 19:11

Jesus hat geschrieben:
27 September 2018 12:41
PS: Ich benutze einen kleinen Erlenmeyerkolben und eine 10ml Messpipette plus Pipettierball.
Stimmt. Die hab ich ja auch noch (in 10, 50 und 100) :lol:

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Re: Welches ph Meter

Beitrag von Metinchen » 27 September 2018 19:55

Fruchtweinkeller. Ja die Beiträge habe ich gefunden.
Der Plan war den vorhanden Zylinder weiter zu verwenden und die Einstellung mittels Ph Meter zu machen, auch weil ich viele dunkle Weine mache. Und natürlich weil mir schon mehrfach alte Blauluge Quatsch angezeigt hat.
Evtl. muß ich mir dann etwas überlegen was ich statt dem Zylinder benutze.
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Re: Welches ph Meter

Beitrag von Fruchtweinkeller » 27 September 2018 22:33

Ich verwende für die Probe ein kleines Becherglas mit Magnetrührer, für die Titration selbst eine Brand Macro Pipettierhilfe mit einer 10 ml Pipette. Hat den Vorteil dass man kontinuierlich und sehr kontrolliert Blaulauge zugeben kann und dass man mit zwei Händen bequem auskommt.
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Re: Welches ph Meter

Beitrag von NeoArmageddon » 01 Oktober 2018 18:18

Wenn man vom Teufel spricht: Gestern meine 2x 20l Zwetschgen abgepresst und heute wollte ich die Säure bestimmen. 10ml Wein ins Reagenzglas und langsam mit der Bromthymolblau/NaOH Lösung aufgefüllt. Kein Umschlagspunkt, bleibt grün-gelblich bis das Reagenzlas überläuft, schaue auf die Packung: Best before Okt 2017...

Kauf ich mir das pH Messgerät wohl früher als erwartet :D

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Re: Welches ph Meter

Beitrag von Moneysac » 01 Oktober 2018 23:01

Also meine Vermutung ist eher, dass dein Wein tatsächlich viel Säure hat. Erst letztens mal eine 8 Monate abgelaufene Blaulauge getestet und die funktioniert noch völlig ohne Probleme. Hat genau bei selben Wert umgeschlagen wie eine frische. Kommt aber natürlich auch auf die Lagerung an, aber deine neue Messung würde mich interessieren.

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Re: Welches ph Meter

Beitrag von NeoArmageddon » 01 Oktober 2018 23:38

Skala geht bis 20 g/l. Geschmack ist sauer aber nicht so extrem, dass sich die Fußnägel aufrollen (Restsüße ist auch gering). Im Vergleich zu meinen anderen Ansätzen würd ich es auf 6 g/l schätzen. Deswegen vermute ich ja, die Blaulauge machts nicht mehr. Sie ist auch erstaunlich klar. Normaler sieht sie ja aus wie Tinte, meine ist sehr transparet. Gelagert war sie in einer kleinen Dosierflasche, allerdings derweil nur halb befüllt, also viel Sauerstoffkontakt.

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