Umkehrosmoseanlage

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Insel_Andy
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Umkehrosmoseanlage

Beitrag von Insel_Andy » 06 Oktober 2019 09:34

Hallo zusammen,

ich überlege mir, eine Umkehrosmoseanlage zu besorgen. Das Geld, das ich in das umstrittene Baumarktwasser investiere, ist sicherlich besser in eine Anlage investiert und aufgrund unserer Wasserhärte von 16°dH auch dringend notwendig. Die 50 GDP Mebrane reichen mir dabei sicherlich. Auch im Forum habe ich schon einige Hinweise gefunden. Folgende Fragen dazu:

- ist diese hier empfehlenswert? klick
-muss man die Mebrane wirklich nach 24 Monaten tauschen?
- muss ich von den anderen Filtern wirklich etwas regelmäßig tauschen oder kann ich die einfach überbrücken/abklemmen?
- vernünftige gebraucht habe ich leider nicht gefunden, andere Ideen?

Danke für Eure Tipps
Andy

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Re: Umkehrosmoseanlage

Beitrag von Fruchtweinkeller » 06 Oktober 2019 21:30

Genau das Modell habe ich nicht, dazu kann ich also nichts sagen. Meine Anlage ist ein Markenprodukt und ist vom Prinzip her identisch. Es ist uralt und funktioniert noch immer, ich habe nie etwas getauscht. Die Funkstionstüchtigkeit prüfe ich gelegentlich mit einem TDS-Messgerät/Leitwertmesser.

ABER: Ich habe keine Patrone mit Aktivkohle, will ich auch nicht haben. Erstens halte ich die für meine Zwecke für überflüssig, zweitens müsste man die Aktivkohle auch regelmäßig tauschen. Darauf habe ich keine Lust ;) Die Aktivkohlepatrone kann man ja gemütlich überbrücken :mrgreen:
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Re: Umkehrosmoseanlage

Beitrag von Insel_Andy » 07 Oktober 2019 19:18

Danke. Das Markenprodukt wird wie so oft vielleicht auch keine anderen Teile haben, als die Billigvariante :-) Das Leitwertmessgerät habe ich und wenn der Aktivkohlefilter dicht ist, klemm ich ihn einfach ab. Da ich zumindest nicht gehört habe, dass das Gerät Mist sein wird, habe ich nun zugeschlagen und werde berichten, ob's was taugt :mrgreen:

VG
Andy

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Re: Umkehrosmoseanlage

Beitrag von Fruchtweinkeller » 07 Oktober 2019 20:38

Das Problem mit der Aktivkohle ist angeblich (so wie auch bei Ionentauschern): Wenn die Bindestellen abgesättigt sind kann es passieren dass der ganze zurückgehaltene Mist mit einem Mal wieder herunter kommt und du dann genau das was du herausfischen wolltest plötzlich in hoher Konzentration im Durchlauf hast. Das siehst du den Patronen aber nicht an/das bemerkt man nicht. Da hilft nur konsequentes und frühzeitiges Tauschen oder der Verzicht auf diese "Endstufe".
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Re: Umkehrosmoseanlage

Beitrag von Insel_Andy » 07 Oktober 2019 22:02

Der Filter sitzt doch vor der Membran, oder? Dann dürfte der Schmodder zumindest nicht im Wasser landen, aber gut für die Membran ist das auch nicht. Vielleicht der Grund, warum man die überhaupt tauschen muss :D

Werde wohl das halbe Jahr damit probieren und wenn der Tausch ansteht abklemmen.

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Re: Umkehrosmoseanlage

Beitrag von Fruchtweinkeller » 07 Oktober 2019 22:43

Das Wasser durchläuft erst einen Grobfilter, dann die Hauptsäule mit der Membran, zuletzt die Aktivkohle.

edit: So war das zumindest bei meiner Anlage angedacht (wobei ich die Aktivkohlepatrone ja nicht habe, wie gesagt). Ich habe mich eigentlich immer gefragt was die Aktivkohle nach der Membran überhaupt bringen soll... Bei dem verlinkten Modell scheint der Fluss anders zu sein. Habe jetzt mal das hier ergoogelt, ist ganz interessant:

https://www.drta-archiv.de/osmose/#osmo ... -vor-chlor

Demzufolge gibt es auch Anlagen mit Aktivkohle vor der Membran. Laut dem Artikel kann man wohl so oder so darauf verzichten.
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Re: Umkehrosmoseanlage

Beitrag von Insel_Andy » 08 Oktober 2019 08:19

Danke für die Recherche. Es bestätigt sich also, dass ein Aktivkohlefilter hinter der Membran eher nichts bringt. Einige Hersteller bewerben den Filter damit, dass er noch die letzten Geschmäcker entfernt und daher ist teilweise ein Filter vor und einer hinter der Membran eingebaut - höchst zweifelhaft.
Ob unser Wasser gechlort ist und der Filter vor der Membran Sinn macht werde ich mal beim Wasserwerk nachsehen, steht ja mittlerweile alles im Internet, aber ich gehe nicht davon aus..

Was ich auch gelesen habe ist, dass man mit Aktivkohle Filter die ersten 2 Liter jeder Charge ersteinmal ablaufen lassen soll, noch ein Grund dagegen. Einziger Punkt, der mir noch Gedanken macht, ist die "Vorratsabfüllung" von Wasser. Wenn ich das Wasser in kleine 5 Liter Kanister oder auch einen größeren Tank fülle (jeweils nicht sterilisiert, aber es war nur Wasser vorher drin), gibt es dann die Gefahr der Keimbildung? Würde mir ungern Wasser Filtern und nach 2 Wochen oder mehr im Kanister ist es eigentlich schlechter als vorher und ich versaue mir den Wein...

VG
Andy

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Re: Umkehrosmoseanlage

Beitrag von Insel_Andy » 12 Oktober 2019 06:10

Hiernach sollte es zumindest nach einigen Personen kein Problem sein, wenn der Behälter vorher sauber ist und man randvoll abfüllt. Einige sind aber auch pessimistisch und sagen 2 Wochen Haltbarkeit. Grundsätzlich dürfte da drin ja nichts wachsen können.

http://nanoriffe.de/board13-allgemeiner ... ltbarkeit/

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Re: Umkehrosmoseanlage

Beitrag von Nathea » 12 Oktober 2019 13:19

Ich habe mich Dir angeschlossen und das Ding heute ebenfalls bestellt. Wehe, das klappt nicht ;)

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Re: Umkehrosmoseanlage

Beitrag von Insel_Andy » 12 Oktober 2019 17:09

Hi Nathea,

freut mich, dass es bereits Nachahmer gibt :-) Ich habe meine Anlage heute in Betrieb genommen. Hatte mich kurzfristig für die Osmotech Profi entschieden, welche im Prinzip die gleiche Anlage nur mit Gehäuse und Manometer ist.

Ich habe vor der Inbetriebnahme zunächst nur Sedimentfilter und Aktivkohlefilter dran gehabt, d.h. die Leitung vor der Membran abgeklemmt, um erst einmal durchzuspülen. Ist auch empfehlenswert gewesen, denn die Geschmacksprobe war wiederlich. Denke, dadurch hat die Membran zumindest weniger gelitten. Danach habe alle Filter dran gehabt und weitere 15 min gespült. Danach schmeckte das Wasser sehr gut,d.h. neutral und weich.

Leider ist mein 5€ China Leitwertmesser noch nicht da. Sobald der ankommt, werde ich mal messen. Das Einzige, was mich irritiert:

Herstellerangabe bzgl. Osmosewasser zu Abwasser: 1:4
Bei mir kommt allerdings ca... 1:1 raus. Bin noch am rätseln, woran das liegen könnte, da 4bar Druck im Normbereich sind und eigentlich anfänglich das Verhältnis sogar schlechter als 4:1 sein soll :hmm:

VG
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Re: Umkehrosmoseanlage

Beitrag von Fruchtweinkeller » 12 Oktober 2019 22:22

Hat das Ding ein Spülventil? Wenn geöffnet = viel Abwasser; dann irgendwann schließen = besseres Verhältnis.
Mir ist noch kein Wasser "umgekippt", auch nach monatelanger Lagerung im Kanister nicht. Meine Spritzflasche die nur VE Wasser gesehen hat zeigt allerdings Algenbewuchs :)
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Re: Umkehrosmoseanlage

Beitrag von Insel_Andy » 13 Oktober 2019 00:02

Habe kein Spülventil. Eins zu eins ist aber zu gut um wahr zu sein. Bin gespannt was Nathea und mein China leitwertmessen bald sagen 😂

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