Verständnisfrage zum Filter

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bonibaz
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Verständnisfrage zum Filter

Beitrag von bonibaz » 14 März 2019 13:40

Hallo,

ich wurde in meinen Threads immer wieder gefragt, wie ich meinen Wein stabilisieren möchte, mit filtern oder ohne (Nachzuckermethode).
Da mich echt das Wein-Fieber gepackt hat (nicht nur das trinken, sondern die Herstellung), steht die Überlegung im Raum, den hier oft angesprochenen Filter "Pulcino Oil" zu kaufen.
Jetzt meine Frage:
mit dem Filter muss ich dann nicht mehr bis zur Alkohol-Toleranzgrenze der Hefe gehen, um eine evtl. Nachgärung zu verhindern, oder?
Ich mein, wenn der Alkoholgehalt für meinen Geschmack passt (12-14 %) und auch die Restsüße in Ordnung ist, dann könnte ich hergehen, den Wein schwefeln, etwas ruhen lassen, danach abziehen und noch etwas zur Selbstklärung wieder stehen lassen.
Danach nochmal Restsüße kontrollieren und filtern (grob, mittel, steril?)
Danach abfüllen in Flaschen, noch etwas ruhen lassen und bei Gelegenheit trinken.

Hab ich das richtig verstanden? Oder bin ich evtl. wieder auf dem Holzweg?
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wickie
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Re: Verständnisfrage zum Filter

Beitrag von wickie » 14 März 2019 13:53

Diesmal hast du es richtig verstanden. :)

Mann muss nur aufpassen, dass man den Zeitpunkt zum Filtern nicht verpasst. Wenn du bis zur Alkoholtoleranz vergärst, sparst du dir die Klärung, da die Bestandteile ja vom Filter raus genommen werden.

Wenn du ein bestimmten Alkohol Wert anstrebst, ist Vorsicht geboten, dass du den Wein gegen Ende hin nicht überzuckerst. Ich mache es so, das ich mir die Zucker Menge für meine 13,5% ausrechne und nur bis 12% vergäre. Danach nur noch Gramm weiße in 0,5% Schritten, sonst habe ich Schwierigkeiten die Restsüße richtig zu bestimmen.

Die Groben Filterplatten braucht man eigentlich nur bei trüben Wein. Meistens ist er aber so klar, das ich nur fein und steril Filtern muss. Die Restsüße bestimme ich einen Tag vor dem Filtern, damit sich der Zucker auch gut auflöst, sonst könnte dir das den Filter verstopfen.

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JasonOgg
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Re: Verständnisfrage zum Filter

Beitrag von JasonOgg » 14 März 2019 15:42

bonibaz hat geschrieben:
14 März 2019 13:40
Ich mein, wenn der Alkoholgehalt für meinen Geschmack passt (12-14 %) und auch die Restsüße in Ordnung ist, dann könnte ich hergehen, den Wein schwefeln, etwas ruhen lassen, danach abziehen und noch etwas zur Selbstklärung wieder stehen lassen.
Da denk aber noch einmal nach ;) (Hervorhebung von mir)

Falls du nicht auf staubtrockenen Wein stehst (ist selten bei Fruchtwein), dann ist die Rest süße nie in Ordnung.
Hast Du noch Restsüße bei 12%, dann wird er gären statt klären.

Ansonsten bist Du schon dicht dran. Also

- du läßt ihn bei 12% (oder so) verhungern, nicht mehr zuckern.
- hat er aufgehört zu gären (keine Blubbs mehr), dann schwefeln, abziehen, klären.
- (grob-), feinfiltern, jetzt nachzuckern und Süße einstellen und anschließend direkt sterilgefiltert und in die Flasche.

Und denk dran, nur wirklich steril kannst du bei diesem Alkohol- und Zuckergehalt eine Nachgärung ausschließen. Das Filtern alleine reicht nicht, sondern schließt Flaschen, Korken, Schläuche usw mit ein.
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Re: Verständnisfrage zum Filter

Beitrag von Fruchtweinkeller » 14 März 2019 18:43

So ist es. Wie man den Wein EK-Filtert ist auf der HP beschrieben.
90% of everything is crap... Except crap. 100% of crap is crap.
(Too much coffee man)

Sorry, aber ich antworte nicht auf PMs, die inhaltlich ins Forum gehören!

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Re: Verständnisfrage zum Filter

Beitrag von bonibaz » 14 März 2019 19:49

du läßt ihn bei 12% (oder so) verhungern, nicht mehr zuckern.
- hat er aufgehört zu gären (keine Blubbs mehr), dann schwefeln, abziehen, klären.
- (grob-), feinfiltern, jetzt nachzuckern und Süße einstellen und anschließend direkt sterilgefiltert und in die Flasche.
arrgh, stimmt. wieder denkfehler
so rum macht´s mehr sinn.
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Re: Verständnisfrage zum Filter

Beitrag von 420 » 14 März 2019 20:44

Und denke dann bei der EK-Filterung, dass alles, was hinter dem sterilisierten Filter ist, auch mit der Schwefelbrühe bearbeitet werden sollte.

Trichter, Flaschen, Korken, Verschlüsse, Deine Hände - also alles, was mit dem EK-gefiltertem Wein in Berührung kommen könnte.

Viel Erfolg
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Re: Verständnisfrage zum Filter

Beitrag von Igzorn » 16 März 2019 09:53

Vorher den Wein schwefeln schadet auch nicht. 0,1g/l schützen vor der ganzen Oxidation, die beim Filtern entsteht.
Ist das Trinkgefäß erst leer, macht es keine Freude mehr. ... Rechtschreibfehler kommen alle durch dem Handy...

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Re: Verständnisfrage zum Filter

Beitrag von bonibaz » 23 Mai 2019 12:16

so, will hier nochmal kurz das Thema aufgreifen.
Nachdem jetzt der nächste Ansatz schön vor sich hin-blubbert und dieses Jahr auf jeden Fall wieder ein Apfelwein in Produktion geht, hab ich mich dazu entschlossen, die Pulcino Oil 10 zu bestellen.
Um auch gleich eine passende Menge Filter vorrätig zu haben hätte ich noch ein zwei Fragen:
- Grobfilter benutzt man für Trübe Weine. Bei welchen Weinen verwendet ihr wirklich die Grobfilter? Und welche Größe? Oder lasst ihr den Feinen weg und nehmt nur Grob- und Steril?
- Feinfilter, welche Größe verwendet ihr für die Feinfilter / haben sich bewährt? Gibt ja doch einige Abstufungen.
- Sterilfilter ist 0,25 Micron (Sorte 24), hab ich das richtig verstanden?

Wieviel Filterschichten verwendet ihr durchschnittlich? Ich sag mal Filtermenge ca. 20l
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Re: Verständnisfrage zum Filter

Beitrag von onk3l » 23 Mai 2019 14:04

Grob und danach steril würde ich nicht probieren, da kann dir der EK Filter zu gehen. bei wirklich sehr trübem Wein, grob, fein, EK.
Ansonsten genügt fein + EK.
Ich habe grobe noch nie verwendet, muss aber dazu sagen, dass mir der feine auch schon zu gegangen ist und ich so neue Schichten einsetzen musste.
Bei Filtermenge 20l sollten jeweils 2 Schichten ausreichen.
Ich benutzen die etwas teuren von Seitz K100 = 1 μm und die EK = 0,45 μm
Die Packung 25 x 20cm x 20cm, die ich mir zurecht schneide.

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Re: Verständnisfrage zum Filter

Beitrag von Martinve7 » 23 Mai 2019 14:08

viewtopic.php?f=47&t=13554

Les dir das mal durch, das sollte schonmal weiterhelfen.
Gruß
Martin

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Re: Verständnisfrage zum Filter

Beitrag von 420 » 23 Mai 2019 22:34

Statt EK verwende ich EK1 (0,25µ). Diese werden natürlich geschnitten. Im Augenblick schneide ich von 40x40 auf 10x20. Preislich kein Unterschied, filtertechnisch halt schärfer.

Sicher ist sicher.

VG
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Re: Verständnisfrage zum Filter

Beitrag von wickie » 27 Mai 2019 17:13

Ich halte meinen Wein immer gegen das Licht. Ist er schön klar, Filter ich mit fein (1μm) und steril (0,25μm). Kann ich einen Nebel sehen oder sogar Flöckchen schweben, ist unbedingt grob zu filtern. Kommt aber bei guter Klärung so gut wie nie vor. Zu empfehlen sind meiner Meinung 2 Platten für 10 Liter Wein, wogegen meine Vorredner anderer Meinung sind. :D

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