Eigenbau Hydropresse

Obstpressen, Fruchtmühlen, Ensafter usw.
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Gaerballon
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Eigenbau Hydropresse

Beitrag von Gaerballon » 25 August 2009 23:35

Hallo zusammen,

ich denke gerade darüber nach eine Fruchtpresse zu bauen. Und zwar schwebt mir da was nach dem Prinzip der Hydropresse vor. Ich würde mir z.B. so eine shop.wiltec.info/product_info.ph … werke.html Gummimembran kaufen. Drumherum würde ich einen "Siebkorb" aus V4A bauen. Dann würde ich das normale Leitungswasser in die Gummiblase reinlassen und mittels des Wasserdrucks die Früchte auspressen. Könnte das Eurer Meinung nach prinzipiell funktionieren? Wie groß sollte ich denn dann die Löcher im Edelstahlkorb machen - 1mm (kleiner wird technisch schwierig)? Oder muß ich sowieso noch einen Preßbeutel da reinbasteln? Hat vielleicht schon mal jemand sowas gebaut?

Gruß und Danke
Thilo

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Fruchtweinkeller
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Beitrag von Fruchtweinkeller » 26 August 2009 02:11

Ich glaube, da betrittst du Neuland (To boldly go where no man has gone before...). Es wäre schön wenn du die Konstruktion hier dokumentierst. Und wir haben ja einige begabte Handwerker, die haben vielleicht auch gute Vorschläge.

Für Hydropressen gibt es Einlegesäcke, dürfte nichts anderes sein als ein Pressbeutel.

Zu den Löchern: Da bohrst du dir aber einen Wolf :schlecht:
90% of everything is crap... Except crap. 100% of crap is crap.
(Too much coffee man)

Sorry, aber ich antworte nicht auf PMs, die inhaltlich ins Forum gehören!

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Gaerballon
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Beitrag von Gaerballon » 26 August 2009 17:19

Die Konstruktion existiert momentan auch in meinem Kopf nur ansatzweise. Da sehe ich aber nicht das große Problem - ich denke momentan noch über's Prinzip nach.
Den Preßbeutel bzw. Einlegesack wollte ich gerne einsparen (Reinigung; Kosten etc.). Könnte das auch ohne gehen? Ich habe allerdings schon die Befürchtung dass da zu viel Schmodder mit durchkommt. Aber ich kann's ja vielleicht erstmal ohne versuchen und bei Bedarf noch einen reinhängen.
Die Löcher werden natürlich nicht gebohrt sondern gestanzt bzw. gelasert - aber ich habe Verständnis für diesen Einwurf von Nicht-Blechfachleuten :D .

Gruß Thilo

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Beitrag von MSBerlin » 26 August 2009 20:27

Hallo Gaerballon,
hier ist schon viel in Handarbeit entstanden. Eine Dokumentation findet auch bestimmt Abnehmer.
Eine Presse mit Lochblech ist ja auch als handbetriebene Presse im Gebrauch. Ich meine, dass
Fibroin sich für die Sauberkeit der Umgebung noch extra eine Hülle angefertigt hat, weil der Saft in alle Richtungen spritzte. :|
Ein Pressbeutel macht nicht nur Arbeit. Er erleichtert ja auch das Entnehmen der Maische nach dem Abpressen und bremst auch den direkten Weg des Saftes nach außen.
Das sind so meine Gedanken, die mir dazu einfallen.
Trotzdem gutes Gelingen. :shock:
Handwerkliche Grüße

MSBerlin
Lieber Wein lesen als gar keine Literatur.
(Den Spruch fand ich in einer Weinstube an der Mosel)

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Ellute
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Beitrag von Ellute » 26 August 2009 20:35

Wie ist das mit dem Grad an den Löchern beim lasern :?: Bei den käuflich gestanzten Modellen ist der Grad immer ausen. So das der Press-Sack, bzw. Pressbeutel geschont wird.

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Beitrag von Josef » 26 August 2009 20:52

Richtig, der Grat an den Löchern sollte außen sein.
Ich würde auch mit Pressack arbeiten, sonst würden sich die Löcher zusetzen. Den Durchmesser würde ich gefühlsmäßig bei mindestens 5mm wählen. 1mm ist definitiv zu klein, die würden sich schneller zusetzen als dir lieb ist.
MSBerlin hat recht, fibroin hat so eine Presse, als Spindelpresse. Ich denke wenn er diesen Thread liest, wird er auch ein paar Maße rausrücken.

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Beitrag von Gaerballon » 26 August 2009 21:13

Also Grat entsteht beim Lasern normalerweise überhaupt keiner (zumindest nicht bei Blechdicken bis ca.5mm). Falls Stanzgrat dran ist kommt der natürlich nach aussen - vollkommen klar. Eine "Umhülle" habe ich auch schon vor meinem geistigen Auge vorgesehen.
Meint Ihr wirklich dass der Lochdurchmesser 5mm sein sollte? Dann könnte ich ja auch gleich fertiges Lochblech nehmen....

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Beitrag von fibroin » 26 August 2009 21:19

Ob eine selbst gebaute Presse billiger ist als eine günstig erworbene, das sei mal dahingestellt. Was aber gegen eine Hydropresse spricht, ist, dass Maischen manchmal sehr vorsichtig ausgepresst werden müssen, um nicht zu viel Bodensatz zu bekommen. Mit der Spindel hat man da mehr Gefühl.

Meine Mirabellen habe mir es wieder gezeigt. Zum Schluss kommt nur noch Trübstoff. Der nimmt jetzt den halben Ballon ein. Hoffentlich fällt der beim Klären später zusammen.

Den Durchmesser der Löcher in meiner Edelstahlpresse zu bestimmen ist nicht zu leicht. Es gibt in meinem Haushalt kein Messschieber für Innenmessungen. Folgendes habe ich herausbekommen: Ein 3 mm Bohner geht spielend durch das Loch, ein 4 mm Bohrer gerade nicht mehr. Mach dir was damit. :D
Wenn du dich wohlfühlst, mache dir keine Sorgen. Das geht wieder vorbei.

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Beitrag von volk73 » 26 August 2009 21:41

also Gedankenanregung hilft es sicher auch mal eine Hydropresse in Natura zu sehen... Gibt ja genügend Hersteller. Und einen Messschieber hast Du sicherlich. :shock:
Inverse Julia function - "orbit" traces Julia set in two dimensions. z(0) = a point on the Julia Set boundary; z(n+1) = +- sqrt(z(n) - c)

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Beitrag von Ellute » 27 August 2009 17:41

Also, bei meinem Edelstahl-Presskorb liegt der Durchmesser bei 3,6mm.
Dann habe ich noch zwei Press-Säcke. Einmal mit der Maschenweite 2x2,5mm und einen mit 1x1,5mm. Je nachdem die der Maischezustand ist, verwende ich mal den, mal den anderen. Ein Handpressbeutel kommt aber auch noch ab und zu zum Einsatz.

Noch ´n Tipp:
Der Spritzschutz (Umhülle) um den Presskorb darf nicht am Selbigen anliegen. Sonst kommt´s zum Saftstau und die Löcher, egal wie groß oder klein, haben gar keine Funktion. Je nach deiner Konstruktion >5mm Abstand zwischen Umhülle und Korb belassen.

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Beitrag von volk73 » 27 August 2009 21:37

bei meiner 10l Spindelpresse habe ich einfach einen Plastikeimer des Bodens beraubt und Kopfüber über den Presskorb gestülpt.

Funktioniert einwandfrei und ist leicht zu reinigen.

~~ edit ~~>>

Und den Rand noch an einer Stelle eingeschnitten, damit auch alles gut auslaufen kann, sonst staut sich der Saft hinter dem Eimer und beim Anheben ergießt sich alles auf einmal im Raume ...


[Dieser Beitrag wurde am 27.08.2009 - 22:08 von volk73 aktualisiert]
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Beitrag von Josef » 27 August 2009 21:46

So stelle ich mir einfache, aber funktionale Lösungen vor. :shock:

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