Saft aufkonzentrieren für Wein

Obstpressen, Fruchtmühlen, Ensafter usw.
hans123
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Re: Saft aufkonzentrieren für Wein

Beitrag von hans123 » 04 Januar 2019 20:21

Macht die Qualitätsbreite was aus, also sowas wie höheren zufälligen Fehler, wenn ich es sowieso kalibriere?

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Re: Saft aufkonzentrieren für Wein

Beitrag von Fruchtweinkeller » 04 Januar 2019 20:49

Bei einigen stimmt auch der Nullpunkt nicht, sprich das müsste man miteinbeziehen. Wir wäre das zu lästig.
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Re: Saft aufkonzentrieren für Wein

Beitrag von Martinve7 » 05 Januar 2019 08:19

Ich nutze schon länger kein Vinometer mehr. Ich messe, was ich in den Ansatz gebe, das reicht mir, und ist meiner Meinung nach sogar genauer als so manche "Präzisionsvinometer".
Gruß
Martin

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Re: Saft aufkonzentrieren für Wein

Beitrag von Fruchtweinkeller » 05 Januar 2019 10:08

Die Präzisionsvinometer sind schon nicht schlecht, wenn man sie sauber hält und die physikalischen Grenzen kennt. Die Schätzerei funktioniert ja auch nicht verlässlich (wer von uns ist schon Mr. Spock?) Streng genommen muss man den Alkoholgehalt freilich nicht wissen, auch die Nachzuckermethode funktioniert ohne wenn man sich auf den Geschmackssinn verlässt. Ich finde es mit aber praktischer ;)
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Re: Saft aufkonzentrieren für Wein

Beitrag von hans123 » 07 Januar 2019 21:48

Ich habe jetzt so ein Vinometer von Arauner ausgeliehen, das ist wohl Kategorie 5€, bzw sieht aus wie die von ebay.
Wenn auf normalem Wein 12% draufsteht, sind dann auch idR ziemlich genau 12% drin?
Vinometer sagt 10%, bei meinem Wein ebenso. Spindel sagte ja auch 10% unter Vorbehalt. Also haben beide ehr ca 12%?
Ich habe es auch mit Ethanol und Wasser, ca 13% getestet, da kam auch ca 10% lt Vinometer raus.

Oder kann man damit gar keinen normalen trockenen Wein messen, wegen Restsüße?

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Re: Saft aufkonzentrieren für Wein

Beitrag von Fruchtweinkeller » 07 Januar 2019 22:52

Wie schon gesagt und wie auf der Homepage dargestellt: Aufgrund der physikalischen Grenzen kann der Messwert des Vinometes dem tatsächlichen Alkoholgehalt nicht entsprechen (selbiges gilt erst Recht für die Senkspindel). Erfahrungsgemäß passt die Vinometermessung bei trockenen Weinen aber halbwegs, und eine Abweichung von 3 Volumenprozent erscheint mir hoch. Es ist möglich dass du da eine "Gurke" erwischt hast. Testhalber kannst du die Kapillare reinigen (zB mit Angelschnur/auskochen/spülen mit Isopropanol).
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Re: Saft aufkonzentrieren für Wein

Beitrag von wickie » 09 Januar 2019 12:47

Mein Vinometer weicht jetzt nicht so stark vom Angegebenen Wert auf den gekauften Sachen ab, aber ich habe auch festgestellt, dass es je nach Temperatur stärker abweicht.
Um einen Relativ genauen Wert zu bekommen, sollte mein Wein auch relativ genau 20° aufweisen. Bei kühleren Temperaturen zeigt es mir zu wenig an und bei höheren Temperaturen zeigt es mir zu viel an. Das sollte man bei der Alkohol Schätzung auch berücksichtigen.

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Re: Saft aufkonzentrieren für Wein

Beitrag von hans123 » 09 Januar 2019 21:17

Habe Lust weiter rumzugären aber mir mangelt es an Früchten.
Nachdem mein zweiter Wein fertig ist und ich ihn jetzt zur Selbstklärung mit etwas Schwefel versetzt in den Keller gestellt habe, habe ich den Hefebodensatz des Weines mit Wasser aufgefüllt und wieder Zucker hinzugegeben.
Ich hätte die Möglichkeit zu destillieren. Könnte ich dann meinen Wasser Zucker Wein ausgären lassen, destillieren, und dann mit Refraktometer ziemlich genau bestimmen wieviel diese SN9 Hefe genau an Alkohol schafft? (so wie ich es auf der HP verstanden habe wohl schon)
bzw: Produziert eine Hefe idR wenn mit Hefenährsalz versorgt eigentlich immer gleich viel % Alkohol, wenn mit ausreichend Zucker versorgt? Oder gibt es andere stetig auftretende limitierende Faktoren, bzw kommt es irgendwie stark auf die Art von Frucht an, unabhängig vom Zucker (z.B. natürlich vorkommende Hemmstoffe)?
Nach dem Destillieren sollten auch die Werte der Spindel stimmen, oder?

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Re: Saft aufkonzentrieren für Wein

Beitrag von Fruchtweinkeller » 09 Januar 2019 21:49

1) Ja, das geht. Alternativ kann man dann selbstverständlich auch ein Alkoholometer verwenden.
2) Nein, siehe Kapitel Zucker auf der Homepage.
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Re: Saft aufkonzentrieren für Wein

Beitrag von hans123 » 09 Januar 2019 21:53

Ist 2. auf "Produziert die Hefe immer gleich viel % Alk" bezogen?
Im Kapitel steht "Die Hefe gärt, bis der Zucker restlos verbraucht ist, oder bis sie an dem Alkohol selbst zugrunde geht"
Dh sie produziert immer bis an ihr max, wenn ich genug Zucker hinzugegeben habe? Dann verstehe ich aber das nein nicht.
Das ich nicht zuviel Zucker von Anfang an zugebe sollte klar sein.

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Re: Saft aufkonzentrieren für Wein

Beitrag von Fruchtweinkeller » 09 Januar 2019 22:35

Im Kapitel ist dargestellt warum das in der Praxis haken kann. Also bitte KOMPLETT lesen, insbesondere:
1. Problem: Mathematik und die Kontrollillusion
4. Problem - Der Endpunkt der Gärung
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Re: Saft aufkonzentrieren für Wein

Beitrag von hans123 » 10 Januar 2019 16:51

Ah ok, danke.

Eine frage hätte ich noch:
Glaube gelesen zu haben das man nach der Gärung schwefeln soll und dann nochmal nochmal vor der Abfüllung, jeweils 1g/10l (mit dem Kaliumpyro), korrekt?

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