Rote Beete

Obstpressen, Fruchtmühlen, Ensafter usw.
AndNic2009
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Rote Beete

Beitrag von AndNic2009 » 19 Oktober 2014 20:26

Hallöchen ihr lieben,

Ich bin so ziehmlich neu auf dem Gebiet, habe aber schon erfolgreichen einen Apfelwein geriert :D

Nun möchte ich mich an einem Winterwein versuchen, da ich dieses Jahr aus dem Garten sehr schöne Rote Beete Früchte ernten dürfte. Nun bin ich hier auf ein Rezept gestoßen was mir eigentlich gefällt, bis auf das ich die Rote Beete zwei Stunden lang tot kochen soll :o Kann mir einer von euch verraten, warum ich diese tolle Frucht nicht einfach roh entsaften kann? Die Gerätschaften dafür hätte ich...

Ich fände es toll wenn ihr mich da aufklären könntet.

LG und einen schönen Sonntagabend :)

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Fruchtweinkeller
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Re: Rote Beete

Beitrag von Fruchtweinkeller » 19 Oktober 2014 22:21

Könnte auch roh verwendet werden können, haben wir in diesem Fall aber nicht ausprobiert und deshalb nicht dokumentiert.
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Re: Rote Beete

Beitrag von AndNic2009 » 20 Oktober 2014 05:41

Vielen Dank für deine Antwort. Ich habe halt nirgends etwas gefunden, warum diese gekocht wird.

LG Nicole

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Re: Rote Beete

Beitrag von AndNic2009 » 20 Oktober 2014 06:28

Hallöchen noch mal,

Ich habe gerade gesehen das sie der Admin sind. Ist das zufällig ihr Rezept? Können Sie mir sagen ob ich das Rezept so befolgen kann, nur eben mit rohen Früchten oder ob ich da was beachten muss?

LG Nicole

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Vinifikator
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Re: Rote Beete

Beitrag von Vinifikator » 20 Oktober 2014 07:52

Hallo erstmal und willkommen im Forum,

ich bin zwar nicht der Fruchtweinkeller, aber ich geb dir trotzdem mal eine Antwort :)

Ich gehe stark davon aus, dass du dich auf das Rezept "Winterglut" auf der HP beziehst. Wenn du gern den Direktsaft aus den rohen Rüben verwenden willst, müsste das im Prinzip funktionieren. Zu beachten ist hier vielleicht, dass der Saft dann eben nicht, wie im HP Rezept, mit destilliertem Wasser verdünnt wird. Das heißt im Ergebnis, dass der Saft intensiver nach roten Rüben schmecken dürfte. Weiterhin brauchst du dann eventuell nicht 12kg rote Rüben um auf das nötige Ansatzvolumen zu kommen, sondern wesentlich mehr.

Die Methode im angegeben Rezept, erleichtert auch die Saftausbeute. Dafür leidet das "frische" Aroma. Ist eben ein Kompromiss.

Das bringt mich auch gleich auf die Frage, wie du die Rüben eigentlich entsaften willst? Mit einem handelsüblichen Entsafter? Das dürfte dem Gerät ziemlich zu schaffen machen, wenn da geschätzte 18kg Material durch gehen. :)

Zu beachten ist natürlich auch, dass bei unverdünntem Saft roter Beete, aus der dezenten Erdnote, eine Schaufel Erde werden könnte...

Gruß
Vinifikator

Tante Edit: Du kannst natürlich auch die 12 kg rote Beete zu Saft verarbeiten und den Rest mit Wasser auf 20 Liter auffüllen ;)
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Re: Rote Beete

Beitrag von fibroin » 20 Oktober 2014 09:18

Hallo AndNic2009,
auch wenn dein Garten dir viele Rote Beete beschert hast, warum willst du die zu Wein verarbeiten? Ich will dich nicht hindern, aber was besonderes wird es nicht werden. Erdgeschmack, wie Vinifikator andeutet, könnte auftreten.
Nimm doch für deine Weinherstellung erst einmal typische Früchte, um Erfahrung für den Gärvorgang zu bekommen. Da bist du auch sicher, schmackhafte Weine zu erhalten. Für Experimente ist es dann immer noch Zeit. ;)
Wenn du dich wohlfühlst, mache dir keine Sorgen. Das geht wieder vorbei.

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Re: Rote Beete

Beitrag von Oelsnitzer » 20 Oktober 2014 10:08

Hallo Nicole,

zum Thema Winterglut gibt’s schon ein paar Gedanken, die du hier findest: :arrow:

viewtopic.php?f=56&t=7003&p=94390&hilit ... lut#p94390

Ich selbst habe mich „breitschlagen“ lassen :D und vor ein paar Tagen einen Probeansatz 10 l der Rübe in den Ballon versenkt.
Ob es was wird, werde ich ja dann sehen :hmm: , ich hatte auch erst einmal die Idee die Rübe roh anzusetzen, jedoch, wie Vinifikator schon schreibt, lässt sich die Rübe dann eventuell nicht so leicht abpressen.
Gekocht und noch ein wenig püriert ging es dann hervorragend! Die Farbe ist ausreichend vorhanden geblieben und der Rübengeschmack hat durch das kochen etwas verloren.
Dennoch war der süße rote Beete Geschmack etwas ungewohnt.
Der 2. Grund, ich habe nur noch einen 15 l Ballon frei :schlecht: , da bietet sich eine Saftgärung schon eher an als ein „Rübenbrei“.
Der 3. Grund dafür, ich habe die „Sauerei“ des Saftherstellens hinter mir und kann entspannt zusehen :pfeif: , wie sich die Rübe so verhält.

Die Gewürze habe ich erst einmal weg gelassen! Die kommen erst später in den Ansatz, wobei ich die Zimtstangen sicher etwas reduzieren werden, ich mag es nicht, wenn der Zimt dann zu stark heraus zu schmecken ist.
Ach werde ich, wie im verlinkten Thema zu lesen ist, die Zimtstangen einfach auf eine Angelsehne fädeln, um sie bei Bedarf einfach aus dem Ballon heraus nehmen zu können.

Somit sind im Ballon gelandet:

7,7 l Saft der roten Beete – gewonnen aus 6 kg
0,6 l Orangensaft
0,28 l Zitronensaft
0,5 l Gärstarter Apfelsaft mit Hefe

4g Hefenährsalz
3g Tannin
1,5 kg Zucker

und mit etwas Wasser aufgefüllt auf 10l

Die Säure lag bei 2,5 – 3 g/l; der Farbumschlag lässt sich durch die dunkle Farbe kaum erkennen. Ich habe die Säure noch nicht eingestellt, da ich noch etwas darüber nachdenken möchte :roll: , eventuell einen etwas sauer geratenen Pflaumenwein zum verschneiden zu verwenden. Dieser könnte, wie ich glaube, dann gut dazu passen.

Die Gärung fing nach 7 Stunden an und die Hefen sind seit 3 Tagen sehr aktiv.
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Re: Rote Beete

Beitrag von Fruchtweinkeller » 20 Oktober 2014 11:10

So, nun habe ich etwas mehr Zeit für eine Antwort.

Ich mag rote Bete nicht, und rote Bete schmeckt mir noch weniger als gekochte. Insofern war damals die Richtung klar: Kochen! Wie viel rohe rB nun geschmacklich noch verträglich ist weiß ich schlicht nicht, das musst du ausprobieren. Aber ich fürchte auch dass das rohe Zeug schnell unangenehm hervorschmecken könnte. Aber, wie gesagt, das gilt es auszuprobieren.
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Re: Rote Beete

Beitrag von AndNic2009 » 22 Oktober 2014 18:08

Vielen Dank ihr lieben,

das mit der Erdnote, klinkt für mich plausibel, allerdings werde ich meine RB waschen und schälen. Ich liebe diese Frucht und schnurbs sie für mein Leben gern. Ich werde morgen den Versuch wagen und erst mal probieren Wieviel Saft ich raus bekomme, wenn mir das zu wenig ist, werden die restlichen gekocht.

LG Nicole

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Re: Rote Beete

Beitrag von Fruchtweinkeller » 22 Oktober 2014 18:27

Dann berichte uns mal was daraus wird.
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Re: Rote Beete

Beitrag von AndNic2009 » 22 Oktober 2014 21:28

Das werde ich :twisted:

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Dido
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Re: Rote Beete

Beitrag von Dido » 03 Dezember 2014 16:38

Wein aus roter Beete? :cry: :cry: :cry:
Ihr ekelt Euch wohl vor gar nichts! ?-| ?-| ?-| ?-| ?-| ?-|
Im Wein liegt Wahrheit, weil sie dort nicht mehr stehen kann.

© Manfred Hinrich (*1926), Dr. phil., deutscher Philosoph

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