Edelstahl-Obstpresse

Obstpressen, Fruchtmühlen, Ensafter usw.
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fibroin
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Beitrag von fibroin » 01 Juli 2005 18:05

Da die Beerenzeit wieder beginnt und dann jede Menge Pressarbeit anfällt, habe ich mir um meine Hände beom Pressbeutel zu schonen die Edelstahlpresse 10l inklusive Pressbeutel von Arauner zugelegt.

Gestern war Generalprobe mit 10 l Kirschwein. Vorteil: Der ganze Vorgang kann ohne fremde Hilfe stattfinden.
Nachteil: Der Auslauf aus der Auffangschale könnte besser konstruiert sein.

Jedenfalls ist der Auslauf ohne Tropfkante hergestelt. man muß die presse schon ordentlich schräg stellen, damit der Saft nicht unter die Schale läuft. Entsprechend läuft der Wein auch in die falsche Richtung.

Hier der Aufbau. Presse auf Stuhl und Ballon mit Trichter darunter, Pressbeutel noch offen und Spindel zurückgeklappt. Und die kleinen Überschwemmungen

Die Maische ist gepresst und spritzt etwas durch den Korb. Die Tropfen laufen unter die Auffangschale.

Diese Bücher hatte ich nur schnellstens zur Hand um den Auslauf etwas zu entlasten.

Das ist ein anderer Blickwinkel des Auslaufes.

Fazit:

Nicht schlecht die Presse. Es fehlt eine Ummantelung des Korbes und ein vernünftiger Auslauf.
Gut wären noch verstellbare Beine, weil die Stuhlkonstruktion nicht für alle Gärgefäße passt.
Wenn du dich wohlfühlst, mache dir keine Sorgen. Das geht wieder vorbei.

Actros
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Beitrag von Actros » 01 Juli 2005 18:49

Mh, ich würd sagen, häng ein Stück Schnur aus dem Auslauf heraus. Dann läuft es da entlang :)

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Josef
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Beitrag von Josef » 01 Juli 2005 20:16

Oder manipulier den Auslauf etwas mit der Zange

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fibroin
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Beitrag von fibroin » 01 Juli 2005 20:23

Daran habe ich auch schon gedacht. Aber das Blech ist dankbar stabil. Ich denke daran, mit der Säge oder Flex eine Tropfkante herzustellen, dazu muß ich das Ding aber erst in meine Firma bringen. :|
Wenn du dich wohlfühlst, mache dir keine Sorgen. Das geht wieder vorbei.

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Josef
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Beitrag von Josef » 01 Juli 2005 20:29

Eigentlich reicht es ja mit ger Feile unterhalb des auslaufs eine Kerbe zu feilen, damit der Saft unter der Schale nicht zurückfließen kann.

Tompson
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Beitrag von Tompson » 04 Juli 2005 06:34

Hallo Fibroin,

wie gehts der Tapete? 8-)

Ich habe ja diese 5 Ltr. Spielzeugpresse, die spritzte auch immer so ?-| Aller dings hat sie einen hölzernen Korb (Du wießt ja, wie die aussehen) und ich kann diesen daher mit Küchenfolie umwickeln, damit nix spritzt.
Bei Dir wären damit die Löcher zu :(
Vielleicht kannst Du senkrechte Hartholzleisten abringen und dann umwickeln? Aber das ginge natürlich zu Lasten der Hygiene...

Die Idee mit der gefeilten Kerbe wird sicher reichen, denke ich. Da hast Du keinen so großen Aufwand. :|
Oak ne jechn!

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fibroin
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Beitrag von fibroin » 04 Juli 2005 17:08

Tapete hin, Tapete her, die hat nichts abbekommen. Was da neben der Presse an Wein ist, das ist schlicht daneben gelaufen. Während du noch schüttest, siehst du auf einmal den Wein am Trichter vorbei fließen. Gespritzt hats nur, als der erste Druck auf das Pressgut kam, dann blieb alles ruhig.

Ich habe inzwischen 2 Kerben mit der Flex unter den Auslauf geschliffen. Beim Johannisbeersaft hat die Presse sich ordentlich benommen. Warum zwei Kerben? Sicher ist sicher.

Hier der Beweis:
Wenn du dich wohlfühlst, mache dir keine Sorgen. Das geht wieder vorbei.

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Beitrag von Tompson » 05 Juli 2005 06:29

Also entweder ist der Saft beim Pressen ganz schnell geliert oder Du hast eine prima Momentaufnahme hinbekommen. 8-)
Glückwunsch zur nunmehr funktionablen Presse :D

Ich wollte heute in die Johannisbeeren ziehen. aber so wie es aussieht, brauche ich da einen Taucheranzug ?-| Das kommt davon, wenn man auch das letzte bißchen Sonne an die Früchte lassen will. Hoffentlich halten die Beeren sich am Strauch fest :mrgreen:
Oak ne jechn!

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Beitrag von Streuobstwiese » 06 Juli 2005 13:33

hi und servus

meine ma hat da nen tollen anderen trick. so z.b. auch bei (milch)kännchen oder anderen...

einfach ein bisserl butter (fett) drunter schmieren. man sieht nix und soll super funktionieren. habe es selbst noch nicht ausprobiert.

mfg
Des Morgens ist ein Wein so gut,
desgleichen am Mittage,
des Nachmittags nicht Schaden tut,
Macht abends keine Plage.
Herentgegen soll ein Branntwein
um Mitternacht nicht schädlich sein.
- Wirtshausspruch -


Tom
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Beitrag von Tom » 08 Juli 2005 19:44

Hallo @ alle !

am besten wäre es wenn man am auslauf bei der presse durch schweißen (wig) einen V-förmigen kanal/laufrinne anbringen würde. ebenfalls kann man so auch eine tropfwulst an der unterseite anbringen.

da wig-schweißen viel übung und fachkenntnis verlangt, sollte solche arbeit von einem profi durchgeführt werden. gibts in deiner gegend keinen kleinen betrieb der v2a bzw. v4a (im volgsmund auch edelstahl genannt) bearbeitet?

die idee mit der schnurr ist aber auch nicht schlecht.

mfg

Tom

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Beitrag von Neugierer » 09 Juli 2005 05:16

Hallo Edelstahlpresseninteressierte,
hallo Tom !

... und wenn Du nicht WIG schweißt - sondern ganz einfach Elekto-(Lichtbogen)schweißen ?

Einfach eine kleine Naht mit einer 2,5mm Elektrode für Edelstahl ... reicht doch !
Und das kann man mit jedem Elektro Schweißgerät mit fester Polung verschweißen (mit dem unlängst vom Nord/Süd Discounter wird es also nicht richtig gut) !

ALEX ... würde es E-Schweißen oder auch einfach eine Nut mit der Flex ziehen !
Gruß, Neugierer ...

Lecker Honig, lecker Wein .... so soll es sein !

Tom
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Beitrag von Tom » 09 Juli 2005 11:04

@ Neugier !

weiß nicht ob das auch für v2a/v4a-Stahl geht. :schlecht: der begriff edelstahl steht in der technik für leg. stähle und sagt was über den inhalt anderer elemente aus und hat mit nichtrostendem stahl eigendlich nichts zu tun.

edelstähle:
z.b. 28Mn6 = Mangan-Vergütungsstahl
z.b. 46Cr2 = Chrom-Vergütungsstahl
z.b. 50CrMo4 = Chrom-Molybdän-Vergütungsstahle.

Vergüten:
Härten eines Stahles mit anschliesenden "anlassen" um eine gewisse zähigkeit/bruchfestigkeit zu ereichen.

nichtrostende stähle:
z.b. X6CrNiMoNb17 12 2 (werkstoff-nr. 1.4580) wird in der lebensmittelindustrie verwendet.
z.b. X38Cr13 (werkstoff-nr. 1.4031) ist nicht schweißbar.
z.b. X5CrNiMo17 12 2 (werkstoff-nr. 1.4401) auch als A4-stahl bekannt wird für Hilti-ankerstangen und anderes befestigungsmaterial verwendet sowie in der lebensmittelind.

sorry :| wegen der gluckscheißerei und ich weiß ja auch das das mit moschd/wein nichts zu tun hat. aber ich meine in punkto edelstahl-nichtrostender stahl tut aufklärung not. :schlecht: allgemein betrachtet.
leider :?: wird weitläufig der begriff "edelstahl" immer für nichtrostende stähle herangenommen obwohl das eine mit dem anderen nichts zu tun hat.

sorry nochmal....

mfg

Tom

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