Refraktometer zur Doppelmessung?

Vinometer, Acidometer, Oechslewaage, pH-Meter, Refraktometer usw.
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Schrori
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Refraktometer zur Doppelmessung?

Beitrag von Schrori » 31 Januar 2020 10:31

Hallo Weinprofis und vielen Dankbfür die Aufnahme :).

Ich rüste mich gerade aus und möchte nächste Woche meinen ersten Weknversuch starten, habe nun aber eine Frage zu den Messmitteln.

Ich habe gelesen das man mit einem Hygrometer oder Dichtemesser etc. Die Dichte des in Relation zu wasser bestimmen kann. Wenn man dies nun abkocht, wieder auf die selbe Ml Menge mit wasser füllt kann man aus der DifferenzbderbDichte den Alkohol gehalt schließen und zugleich mit der destillierten Flüssigkeit den Rest zucker bestimmen.
1. Frage stimmt das so in etwa?
Und die 2. Frage, liese sich dieses Verfahren auf mit einem refraktometer durchführen? Voraussetzung dafür wäre mekner Meinung nach ein bekannter wert inwieweit der Alkohol die Dichte beeinflusst.
Ich erhoffe mir damit häufigere Messungen ohne jedesmal 200ml des Weins zu verbrauchen :)

Vielen euch im Voraus und ein schönes Wochenende:)

Schrori
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Re: Refraktometer zur Doppelmessung?

Beitrag von Schrori » 31 Januar 2020 10:39

BZW. würde mir da gerade noch etwas einfallen, könnte ich die Dichte nicht auch mithilfe einer Feinwaage (0,001g genau) und einer Spritze aus der Apotheke oder einer Pipette messen? Wie zuverlässig wäre das?

Weiterhin Vielen Dank im Voraus :) :) :D

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Josef
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Re: Refraktometer zur Doppelmessung?

Beitrag von Josef » 31 Januar 2020 12:35

Bevor ich hier anfange zu antworten, lies dir erst mal die HP durch.
Sollte es dann noch Fragen geben kannst du sie gerne stellen.

Ansonsten auch von mir ein herzliches Willkommen. :engel:

Schrori
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Re: Refraktometer zur Doppelmessung?

Beitrag von Schrori » 31 Januar 2020 22:15

Hi Josef Danke für den Link,
Die HP habe ich schon durch. :)

Sowohl beim Vinometer als auch bei der Senkspindel beeinträchtigten sich alkohol und zucker doch aber gegenseitig.

Bin ich etwa komplett auf dem Holzweg? :(

Ich möchte ca 10-20ml Wiegen daraus kann ich die Dichte schließen, bzw. Wenn ich zuvor die Säure ermittelt habe dieses Gewicht herausrechnen.
Dann koche ich die Probe ab, sodass jeglicher Alkohol verdampft ubd fülle mit wasser zurück auf die exakt gleiche ml Zahl.

Aus der Differenz der beiden Dichten, da Alkohol ja leichter ist das zugefügte Wasser, kann ich doch nun den Alkoholgehalt bestimmen. Und mittels der "entalkoholisierten" Probe den Zuckergehalt. Dazu vergleiche ich die gewogene Probe mit def Dichte von Wasser. Wie gesagt die säure könnte man ja nach der Bestimmung mit dem Acidometer auch rausrechnen.

Viele Grüße und ich hoffe ich mach mich grad nicht zum idioten 🙈🙈

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Re: Refraktometer zur Doppelmessung?

Beitrag von Fruchtweinkeller » 31 Januar 2020 22:33

Die Weinwaage (->Forensuche, Anleitung zB bei Brouwland) beruht auf einer differentiellen Dichtemessung. Funktioniert leidlich gut bei Traubenwein, überhaupt nicht bei Honigwein, mit Fruchtwein habe ich es nicht ausgiebig getestet. Da sich diese ebenfalls bezüglich Restzuckerzusammensetzung und Säurezusammensetzung vom Traubenwein unterscheiden ist zu befürchten dass die Messungen auch ungenau sein können, das gilt auch für das Refraktometer.
Es ist ja immer die Frage warum man überhaupt misst und welche Genauigkeit man haben muss. Der Hobbywinzer braucht das nicht, und wer eine hohe Genauigkeit benötigt muss malt in eine gescheite Analytik investieren.
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Re: Refraktometer zur Doppelmessung?

Beitrag von Schrori » 31 Januar 2020 22:54

Hi Admin, :)

Also sollte ich immer mit dem Vinometer messen wenn nach Geschmacksprobe kein Zucker mehr drin ist bzw kaum?

Sorry ich bin wie gesagt neubhab mir zwar alles Durchgelesen aber das ganze ist ja doch recht komplex 😅
Vorallem habe ich das gefühl das beindem ganzen Thema 20 Leute 50 Meinungen haben können 😅

Darf ich fragen warum das Prinzip nur bei Traubenweinen funktioniert? Also als Theorie boost :)

Vielen Dank für die Rückmeldung

Viele Grüße
Richi

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Re: Refraktometer zur Doppelmessung?

Beitrag von Fruchtweinkeller » 31 Januar 2020 23:13

Also sollte ich immer mit dem Vinometer messen wenn nach Geschmacksprobe kein Zucker mehr drin ist bzw kaum?
Im Kapitel "Zucker" steht welche Vorgehensweise ich empfehle. Ob du das so handhaben willst oder nicht bleibt dir überlassen.
Darf ich fragen warum das Prinzip nur bei Traubenweinen funktioniert?
Da sich diese ebenfalls bezüglich Restzuckerzusammensetzung und Säurezusammensetzung vom Traubenwein unterscheiden
Darum. Andere Inhaltsstoffe = unterschiedliche Beeinflussung der Dichte.
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Re: Refraktometer zur Doppelmessung?

Beitrag von Martinve7 » 01 Februar 2020 07:10

Meine persönliche Lösung des Problems:

Spindel und Vinometer in die Tonne kloppen.

Dafür alle Zutaten genau abmessen und den Alkohol anhand Tabellen errechnen.

Ob mein Wein jetzt 14 oder 16 Umdrehungen hat, ist für mich recht unerheblich, und genauer bekomme ich es mit den Schätzeisen auch nicht hin.

Honig rechne ich mit 80% Zucker, bei Imker Honig sagt mir mein Imker wieviel Wasser drin ist.

Reifes Obst rechne ich mit 100g / Liter.

Einzig beim Apfelwein nutze ich die Spindel, weil wir sehr unterschiedliche Apfelsorten haben. Aber nur, um die einzelnen Fässer auszugleichen.

Solange ich nicht das passende Spielgeld habe, werde ich diese Methode so beibehalten.
Gruß
Martin

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Re: Refraktometer zur Doppelmessung?

Beitrag von Schrori » 01 Februar 2020 11:59

Hi Martin,
Na wenn das am ende dunktioniert und reicht würde ich das glatt bevorzugen 😅
Einfach ist oft doch am besten

Gruß
Richi

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