Gärverschlüsse

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Gothmog
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Gärverschlüsse

Beitrag von Gothmog » 10 September 2004 08:39

Hallo,

ich benutze für meinen Metansatz den berühmt-berüchtigten Gärverschluss "Hobby 1" (ich besitze ungefähr ein halbes Dutzend davon, war Teil des Mega-Pakets mit u.a. 3 Gärballons, das ich vor 2 Monaten auf dem Flohmarkt erstanden habe).

Was ich mich jetzt frage, was (vom CO2-Druck im Ballon mal abgesehen) beeinflusst eigentlich die Ploppfrequenz?

Hintergrund:

Mir kam es vorgestern so vor als wäre ein wenig wenig Wasser im verwendeten Gäraufsatz. Deshalb habe ich, weil ich die Bohrung nicht allzulange offen lassen wollte bis ich den Gäraufsatz in der Küche unter heissem Wasser gereinigt und neu befüllt habe, einfach einen zweiten genommen, entsprechend präpariert und dann einfach gegen den anderen ausgetauscht.

Nun hat in den ersten 2 Tagen, nachdem die Gärung eingesetzt hat, der Aufsatz konstant mit ca. 20-25 Plopps/min entgast, während nach dem Wechsel nur noch 12 Plopps kamen (aber ebenso konstant), ich aber den Eindruck hatte, dass die Blasen grösser sind. Ausserdem habe ich den Deckel mit ein paar Centstücken beschwert, weil dieser sonst aufschwimmt und evtl. Insekten zur Poolparty einlädt.

Kann das angehen? Wie entscheidend ist die Wassermenge für die Ploppfrequenz? Die Centstücke haben offensichtlich keinen Einfluss.
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Lynx
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Beitrag von Lynx » 10 September 2004 10:21

Also das einzige was die Frequenz ausser Form und Gewicht des Gäraufsatzes noch beeinflusst ist die Produktion an CO2. Diese ist natürlich abhängig von Temperatur und Nahrungsangebot (und diversen anderen Dingen). Es ist nicht verwunderlich wenn in der Zeit nach dem Wechsel etwas weniger CO2 austritt, da der bestehende "Überdruck" ja beim Wechsel kurzzeitig flöten ging und ein Teil des in der Flüssigkeit gelösten CO2 ausgasen konnte. Dieser Rückstand muss erst wieder aufgefüllt werden. Wenn die Frequenz allerdings auf Dauer so bleibt, kann es natürlich auch sein, dass der Gäraufsatz einfach etwas schwergängiger ist als der andere.

Gruß

Lynx

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Gothmog
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Beitrag von Gothmog » 10 September 2004 10:30

Na ja dass es im Falle eines Druckverlusts langsamer ploppt bis das Druckpolster wieder aufgebaut ist, mag mir nicht so recht einleuchten - Es muss ja eh ein bestimmter Druck da sein damit es ploppt, und der müsste dann halbwegs konstant bleiben.

Nach den aufsteigenden Blasen zu urteilen hat sich die CO2-Produktion übrigens nicht verändert.

Daher bleibt mein Favorit momentan die Wassermenge. Ist auch logisch, mehr Wasser im Gärspund erzeugt höheren Gegendruck.

Ich war übrigens gerade shoppen :shock:

Wir haben im Ort so nen richtig altmodischen Haushaltswarenhändler, der muss gute Connections nach Kitzingen haben - jedenfalls hat der das komplette Sortiment von Arauner (meistens sogar vorrätig).

Da hab ich neben einem Vinometer und einem Tütchen Tannin (huhu Birgit und Andreas :) ) auch ein Glasgärrohr gekauft, womit sich das Thema Hobby 1 erstmal erledigt hat 8-)

[Dieser Beitrag wurde am 10.09.2004 - 12:06 von Gothmog aktualisiert]
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Beitrag von fibroin » 10 September 2004 14:00

Hallo Gothmog,

den Gedanken, den du da anreißt, habe ich auch schon mal gehabt, aber dann wegen der vielen Unwägbarkeiten fallengelassen.

Stoffwechsel der Hefe durch Wärme, Nahrung und Konsistenz der Maische werden da eine wichtige Rolle spielen. Dann der verschiedene Aufbau der Gärverschlüsse. Wie ich schon berichtete, habe ich Gärverschlüsse, die aneinanderkleben können und in dieser Klebeschicht Kanäle bilden, wo das Gas entweicht, ohne einen Laut zu geben.

Um dem Problem beizukommen, könnte man in einem konstanten Luftstrom verschiedene Aufsätze testen und das dann auswerten. Das wird wohl zu zeiaufwendig sein.

Freu dich, dass es überhaupt gärt, andere in diesem Forum haben da schlechtere Erfahrungen gemacht.

Gruß
Fibroin
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Beitrag von Gothmog » 10 September 2004 16:49

hi Fibroin,

so wichtig isses ja auch nicht. Mich hat nur gewundert dass sich das Plopp-Niveau ganz plötzlich von konstant x auf konstant y geändert hat.

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Beitrag von fibroin » 10 September 2004 18:23

Das Problem habe ich bei GrafFässern gehabt und unter
dieser Adresse im Forumg gepostet.

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Beitrag von goldensurfer » 14 September 2004 07:47

@Gothmog:
Richtig das mit dem Druck - bevor es das erste mal Ploppt muss der Druck so hoch sein, dass der Deckel angehoben wird. Die Frequenz ist somit hauptsächlich von der eingefüllten Wassermenge abhängig.

Um den Gärverlauf (bzw. die momentane Heftigkeit) genau zu kontrollieren, mache ich Folgendes: Ich habe einen Gummistopfen mit Loch aus dem Chemiebedarf, der genau in den Gäraufsatz bei abgenommenem Deckel passt. In der Bohrung ist ein Plastikschlauch befestigt. Das andere Ende des Schlauches kommt in eine flache Wanne (Schüssel oder Fotoschale) mit Wasser, in welcher ein ebenfalls mit Wasser gefüllter, umgedrehter Messzylinder steht. Nach einigen Sekunden, wenn Blasen aus dem Schlauch kommen, halte ich die Schlauchöffnung unter den gefüllten Messzylinder und stelle mittels Stoppuhr festm wieviel CO2 pro Minute gebildet werden. Das Ganze wird dann in Relation zur Gesamtmenge gesetzt. Bietet so einen guten Einblick in den Gärverlauf. Die gemessenen Werte kommen mit ins Gärprotokoll.

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Beitrag von Birgit » 14 September 2004 17:27

@Goldensurfer

Wofür brauchst Du so genaue Daten über die Gasenticklung :shock:

Um eine wirkliche Aussage über den Gärverlauf mittels Gasausstoß zu haben müsstes Du den Temperaturverläuf aufs Grad genau protokollieren, die Anzahl der Hefezellen die Du in den Ansatz gibst und ähnliche Angaben, die immer unterschiedlich sind :|

Gruß Birgit
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Sorry, aber ich antworte nicht auf PMs, die inhaltlich ins Forum gehören!


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Beitrag von Gothmog » 14 September 2004 22:14

Hi Birgit,

stimmt das mit den Hefezellen ist Blödsinn, ich hab bei 3 Milliarden aufgehört zu zählen :schlecht:
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Beitrag von Tortentiger01 » 10 Oktober 2004 12:47

Hallo zusammen,
ich verstehe die ganze Diskussion wegen den Gäraufsätzen und der Blubb Frequenz nicht so richtig.
Die Hobby 1 Gärspunde sind in Ordnung.Was gibt es daran auszusetzten?Die braucht man aber ab Fassgrößen von 50 Liter.Gefüllt werden die zur Hälfte mit Wasser.Dieses Wasser kann man auch mit Kaliumpyrosulfid vermischen ( Selbstschwefler)
Die Aufgabe dieser Gärspunde ist das Gärgut vom Luftsauerstoff abzuriegeln.Die kleinen Gärsyphons aus Glas sind nur für Ballongärung bis 15 Liter geeignet.
Zur der " Blubbfrequenz":
Wenn die Gärung einsetzt, so nach 2 Tagen,geht das natürlich heftig ab.Da ist dann wichtig zu beobachten wie sich der Schaumhut entwickelt.Der kann dann den Gärspund verstopfen.Bei einem Gau kann dann das Fass platzten.Hier hilft umrühren. Besonders bei Maischgärung.
Das heftige Blubbern zeigt aber nur an das hier die Hefezellen voll arbeiten.Das blubbern lässt automatisch nach wenn der Zucker von den Hefezellen aufgebraucht worden ist.
Die Menge des CO2 ist nicht wichtig.
Hier das Augenmerk auf den Gärspund zu legen ist ebenfalls nicht so wichtig.Ein Gärprotokoll anzulegen ist besser.
Da reicht es dann aus, die Menge an Maische, Hefesorte, zugegebene Zitonensäure oder Milchsäure und Hefenährsalz und evtl Zucker zu dokumentieren.
Dann Tag des Ansetzens und Gärbeginn und Ende.
Das herunternehmen von der Hefe danach wir auch oft vernachlässigt.Ist aber der wichtigste Punkt bei der Weinbereitung.
HG Jochen


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Zip
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Beitrag von Zip » 15 Oktober 2004 08:26

Frage:

ICh habe ja von meinen kostenlos erhaltenen 5 l Flaschen berichtet.
Diese haben natürlich nun einen Halsdurchmesser, der keiner Norm der bei den Weinzubehörhändlern zu bekommenden Stopfen oder Gummikappen entspricht. Ich würde gerne einen Gärverschluss Nr. O (9 mm) aufsetzen, bei einem Halsinnendurchmesser von ca. 24 mm.
Jemand eine gute Idee ????????

Gruß Zip

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Beitrag von fibroin » 15 Oktober 2004 08:33

Hallo Zip,

paßt denn keine von den handeslüblichen Gärkappen? Ich habe mal bei einer Bestellung von allen Größen geordert, damit komme ich auch mit ungenormten Flaschen klar. Manchmal gehen die etwas stramm, aber die Gummikappe in heiß Wasser getaucht läßt sich doch gut anpassen.
Wenn du dich wohlfühlst, mache dir keine Sorgen. Das geht wieder vorbei.

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