für Cider: uKeg Go Getränkespender + Zwangscarbonisierung

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Re: uKeg Go Getränkespender + Zwangscarbonisierung

Beitrag von Fruchtweinkeller »

Ich kenne Seiten mit solchen Rechengedöhns. Auf dem Papier sollten die 16 g reichen für die Flüssigkeit. Was bei der Rechnerei womöglich unter den Tisch fällt: Beim Zapfen muss der leere Raum mit CO2 aus der Patrone gefüllt werden. Da könnte man jetzt auch was überschlagen... Druck... Gesetz von Avogadro... dazu habe ich nur überhaupt keine Lust :mrgreen: Es ist halt ein wenig schade, dass der uKeg Go kein Manometer hat, im Gegensatz zum großen Bruder... Und womöglich noch ein neues Projekt... :hmm:
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Re: uKeg Go Getränkespender + Zwangscarbonisierung

Beitrag von Fruchtweinkeller »

Heute wurde ein wenig gefeiert, und da kaum auch der uKeg go wieder zum Einsatz.

Bild

Im Prinzip wäre das wenig erwähnenswert, aber mir ist mir ein neues Phänomen aufgefallen.

Carbonisiert wurde ein Zwetschgenwein der ein wenig mit Holzchips gepimpt war. Ich habe ihn durch 0,5 µm Filterschichten gejagt, und was nicht mehr in den Ballon passte kam in das uKeg, versehen mit etwas Zucker. Grundsätzlich war das auch ganz lecker, aber: Beim Zapfen Schäumte der Perlwein extrem auf, sodass in der Flüssigkeit praktisch keine Kohlensäure mehr enthalten war: Unschön und nicht Zweck der Carbonisierung. Ja, wie kommt denn sowas :hmm: Mein erster Erklärungsversuch: Liegt es am hohen Alkoholgehalt? Alkohol reduziert die Löslichkeit anderer Substanzen und könnte die Kohlensäure austreiben. Andererseits: Blubberbrause aus dem Laden hat auch keinen niedrigen Alkoholgehalt, und da perlt es schön langsam. Zweite Erklärungsidee: Sollten trotz der Filtration noch irgendwelche Partikel im Wein sein welche die Bläschenbildung fördern? Waren die Gläser zu schmutzig?
Ich habe keine Ahnung, das sind alles nur Vermutungen, und das wurmt mich ein wenig. Ganz so straight forward ist die Carbonisierung offenbar nicht, der Teufel steckt wohl im Detail.
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Re: uKeg Go Getränkespender + Zwangscarbonisierung

Beitrag von Bahnwein »

Hast du vielleicht schneller/direkter nach der Carbonisierung gezapft? Wie war die Temperatur?
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Re: uKeg Go Getränkespender + Zwangscarbonisierung

Beitrag von Fruchtweinkeller »

Kam aus dem Kühlschrank, wie immer. Vorher hatte ich das Ding auf dem Fahrrad transportiert und mutmaßlich durchgeschüttelt, auch wie bei den Aktionen zuvor. Ich bin mir im Moment keiner Schuld bewusst :hmm:
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Re: für Cider: uKeg Go Getränkespender + Zwangscarbonisierung

Beitrag von Mikesch »

Guten Morgen!

Für KEG und Co fehlt mir wohl leider gerade das Geld, daher bleibt mir nichts anderes übrig, als für den Herbst die Quitte in die Versektung zu treiben. Ich steige bei der Zwangscarbonatisierung ein wenn ihr das Problem gelöst habt ^^
Was mich daher spontan noch neugieriger macht: Rosenblütenwein? Meine Damaszener fangen gerade wieder an, es fast unanständig zu übertreiben und das Regal mit Gelee und Sirup ist auch schon voll. Wie gehst du da vor, was verstehst du unter Rosenmus?

Grüße vom küchenbegabten Weinanfänger =)
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Re: für Cider: uKeg Go Getränkespender + Zwangscarbonisierung

Beitrag von Fruchtweinkeller »

Rosenblütenmus = dieses Produkt: https://www.rosenschule.de/index.php/ro ... efgefroren

In dem Zustand ist es lange haltbar. Getrocknete Blüten verlieren doch schnell Aroma und geben im Wein einen Bitergeschmack ab wenn man es übertreibt.

Vom uKeg gibt es auch ein Update, aber das muss ich erstmal sortieren, denken, tippen, Bilder bearbeiten... Hätte der Tag mal mehr Stunden ?-?
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Re: für Cider: uKeg Go Getränkespender + Zwangscarbonisierung

Beitrag von Fruchtweinkeller »

So, jetzt also zu den angekündigten Neuigkeiten.

Der Belgier hatte ja kürzlich eine 10% Rabattaktion, da habe ich zugeschlagen: Als Zubehör zum uKeg habe ich mir die optionale "Ball Lock Cap" gegönnt. Billig ist das Teil wirklich nicht: 60 Euronen Listenpreis, viel Plastik, Made in China, Designed in USA... Verbaut sieht das dann so aus:

Bild

Im Vordergrund der Standarddeckel mit Aufnahme für 16 g CO2-Kartuschen. Die "Kappe für Steckkupplungen" hat eine Steckkupplung für CO2 (keine Überraschung :mrgreen: ), mit der eine externe CO2-Quelle angeschlossen werden kann. Die Kupplung ist denn auch aus Metall und mit Rückschlagventil, sodass man die CO2-Flasche nach erfolgter Karbonisierung abnehmen kann ohne dass es im uKeg zu einem Druckverlust käme. Das vereinfacht den Transport. Zum Zapfen muss aber eine CO2-Quelle angeschlossen werden. Nett ist auch das Sicherheitsventil, damit einem das Ding nicht versehentlich um die Ohren fliegt wenn man den Druckminderer zu weit aufdreht :P

Vorteile der Kappe:
-schnellere Karbonisierung, höherer Druck möglich, daher mehr Blubberbläschen = Mehr Spaß (20 psi mit externer Versorgung vs. 13 psi mit Standardkappe)
-Dank des Ventils einfaches Entfernen der Luft im Kopfraum
-Preisersparnis: Einsparung der kleinen CO2-Patronen

Nachteile:
-reduzierte Mobilität
-hoher Anschaffungspreis (für die 60 Euronen bekommt man schon viele 16 g CO2-Patronen)

Aufgebaut sieht das ganze dann so aus, hier sieht man auch einen meiner DIY-Ständer für Sodastream-kompatible CO2-Kartuschen:
Bild

Grundsätzlich tut die Kappe genau das was sie soll, da gibt es also nichts zu meckern. Bei den ersten Zapfereien hat sich aber das "alte" Problem wieder gezeigt: Läuft die Brühe ins Glas, so schäumt sie heftig auf, und das CO2 ist weitgehend raus:
Bild

So soll das natürlich nicht sein :hmm: Ich habe schon reichlich bei den Prickelwasservertreibern und den Bierbrauern quer herumgelesen um etwas über die Schaumbildung bzw. die Reduktion derselben zu lernen, und das ist eine Wissenschaft für sich, mit der ich mich eigentlich nie im Detail herumschlagen wollte 😵 Wenn ich das positiv sehen will: Zumindest habe ich ein paar Ideen, die ich nach und nach abarbeiten kann. So viel Cider kann ich gar nicht machen, da werde ich mir wohl irgendeinen billigen Wein kaufen um das Keg immer wieder zu befüllen. Was ein Aufwand 🤦‍♂️

Off-Topic: Bei meinen allerersten Versuchen mit den großen Flaschen hatte ich eine Verbindung nicht fest angeschraubt, und die Flasche war ruck-zuck leer. Seitdem habe ich immer eine zweite als Reserve. Das ist auch bitter nötig, dann bei den Aldi-Filialen im meinem Umfeld tauchen die Tauschflaschen nur sporadisch auf. ich bin bekennender Aldi-Fan, aber das nervt: Wenn die diesen Service anbieten muss das auch flutschen. So, jetzt bin ich das auch mal losgeworden :engel:
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Re: für Cider: uKeg Go Getränkespender + Zwangscarbonisierung

Beitrag von Mikesch »

Danke für die schnelle Antwort; bei mir kommen also beim nächsten Versuch frische Rosenblütenblätter von dem Busch in den Topf, bzw. erst in den Mixer, dann in das Gärfass!

Mir sind nur die 3,5 bar für Sekt bekannt... da sind 20 psi betragsmäßig deutlich drunter. Müsste man probieren wie das schmeckt.

Ich hatte vor ein paar Monaten mit meiner isi Flasche rumgespielt und den Quittenwein unter Druck gesetzt. Auch dort kam nur Schaum raus. Mein Eindruck nach war das wie bei einem Espuma. Bei Espuma nehme ich Bindemittel wie Fett, Ei oder Gelatine, damit der Schaum hält. Vielleicht hilft hier somit noch eine geringe Dosierung Antigel vor dem Abfüllen?

Ich vermute, bei der Ball Lock Cap kann nicht für den leichteren Transport mit einer 16g Kartusche zum Zapfen nachgeholfen werden?
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Re: für Cider: uKeg Go Getränkespender + Zwangscarbonisierung

Beitrag von Fruchtweinkeller »

Mir sind nur die 3,5 bar für Sekt bekannt... da sind 20 psi betragsmäßig deutlich drunter. Müsste man probieren wie das schmeckt.
Hier geht es nicht um Sekt, sondern um einen leicht prickelnden Cider oder Perlwein. Mehr ist damit halt nicht zu erreichen.
Ich hatte vor ein paar Monaten mit meiner isi Flasche rumgespielt und den Quittenwein unter Druck gesetzt. Auch dort kam nur Schaum raus. Mein Eindruck nach war das wie bei einem Espuma. Bei Espuma nehme ich Bindemittel wie Fett, Ei oder Gelatine, damit der Schaum hält. Vielleicht hilft hier somit noch eine geringe Dosierung Antigel vor dem Abfüllen?
Der Vergleich hinkt ein wenig weil der von mir beobachtete Schaum nicht stabil ist. Antigel verwende ich ohnehin verschwenderisch, und es schäumen auch Weine aus pektinarmen Gärgut. Ich halte es daher für nicht plausibel das mehr Antigel helfen könnte.
Ich vermute, bei der Ball Lock Cap kann nicht für den leichteren Transport mit einer 16g Kartusche zum Zapfen nachgeholfen werden?
Theoretisch kann man die Ball Lock Cap abnehmen und dann den normalen Deckel mit Kartusche hineinschrauben. Dabei wird erstmal Druck und CO2 entweichen. Der Gedanke ist mir gekommen, erschien mir für den allerersten Test aber nicht attraktiv weil ich auch die 20 psi haben wollte. Könnte man also durchaus testen, wobei es schade ist das der uKeg go kein Manometer hat, weswegen man die Prickelei nur mehr oder weniger subjektiv im Glas beurteilen kann.
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