Wyeast Mead Sweet vs. Mead Dry

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Beitrag von Fruchtweinkeller » 01 Februar 2010 19:55

Die Raubtiere wurden gefüttert!

Messwerte:
Steini gut 13%, geringe Restsüße
Porti gut 13%, trocken
MS Platte 13%, trocken
MS Tüte 13%, trocken
MD Platte 14%, sehr trocken
MD Tüte 14%, sehr trocken

Gasproduktion ist überall noch vorhanden, die Hefe beginnt sich massiv abzusetzen. Natürlich wird regelmäßig geschüttelt.

Wenn ich die Gasfreisetzung beim Schütteln grob in eine Reihenfolge bringen müsste würde ich subjektiv sagen (viel -> wenig):
Mead Sweat
Porti
Steini
Mead Dry

Wenn ich die geschmeckte Restsüße in eine Reihenfolge bringen müsste würde ich subjektiv sagen (viel -> wenig):
Steinberg
Portwein/Mead Sweet
Mead Dry

Ich bin angenehm überrascht wie wacker sich die Steini hält. Vielleicht hätte ich Assmannshausen nehmen sollen, die ist noch etwas zickiger. Egal, nun ist drin was drin ist ;)

Bei den Ansätzen mit Restsüße schmeckt man nun auch den Honig. Ich denke daher dass die Honigmenge OK sein dürfte und habe nun in jeweils 50 g Zucker zugegeben. Unter normalen Umständen hätte ich etwas differenziert und den Weinen mit Restsüße weniger und den trockenen etwas mehr Zucker gegönnt, aber bis jetzt habe ich parallel nachgesüßt und das will ich noch beibehalten.

[Dieser Beitrag wurde am 01.02.2010 - 19:57 von Fruchtweinkeller aktualisiert]
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Beitrag von Fruchtweinkeller » 20 Februar 2010 21:11

Da mal wieder einiges an Wirrung und Irrung herrscht habe ich die Testansätze etwas vernachlässigt. Heute wurde nochmals gemessen:

Steini gut 12%, trocken aber recht angenehm
Porti 13%, trocken mit etwas Restsüße
MS Platte knapp 14%, trocken
MS Tüte 13%, trocken
MD Platte 14%, sehr trocken
MD Tüte 14%, sehr trocken

Mir scheint wir erreichen langsam die Zickenphase. Noch immer ist überall eine leichte Gasbildung zu beobachten, die Mead Dry Ansätze zeigen nach wie vor die höchste Aktivität.

Gemäß der subjektiven Restsüße bekommen Porti und Steini nur je 50 g Zucker, die anderen Ansätze bekommen jeweils 75 g Zucker.
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Beitrag von matzl0505 » 19 Mai 2010 21:03

Gibts hier eigentlich Neuigkeiten?
Würde mich echt interessieren, was hier rausgekommen ist.

gruß
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Beitrag von Fruchtweinkeller » 19 Mai 2010 22:22

Ich bin umgezogen, die Testballons aber noch nicht. Insofern ruht der Versuch: Die Hefe setzt sich nach jeder Schüttelei rasch ab, wie es mit Messwerten und Restsüße aussieht kann ich nicht sagen.

Kommt noch... :-x
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Beitrag von Fruchtweinkeller » 18 Juli 2010 12:56

So, nach einiger Zeit konnte ich mich wieder um die Ballons kümmern. Die große Pause, in der die Ballons bei hoher Temperatur herum standen, oft ungeschüttelt, war sicher alles andere als optimal.

Die heutigen Messwerte:

Steini 13,5%, trocken mit leichtem Hefegeschmack
Porti 14%, Restsüße OK
MS Platte 14,5%, trocken
MS Tüte 14%, trocken
MD Platte 14,5%, trocken
MD Tüte 15%, trocken

Den leichten Hefegeschmack dürfte ich mir durch die langen Standzeiten auf der Hefe eingefangen haben. Bei der Steini ist das recht deutlich, bei der MS meine ich das im Ansatz auch zu schmecken.

Interessante Beobachtung am Rande: Die Zicke Steine und die potentielle Zicke Mead Sweat haben noch zugelegt, auch wenn die Gärung halt entsprechend langsam verlief. Zusammen genommen mit dem Hefegeschmack ist das freilich nicht zur Nachahmung empfohlen.

Die Hefen mit hoher Alkoholtoleranz scheinen mit dem Stress besser klar zu kommen.

Obwohl die Restsüße nicht überall stimmig ist wird erst einmal alles geschwefelt und in ein paar Tagen von der Hefe abgezogen. Sollte sich der Hefegeschmack nicht bessern: Es muss ja nicht alles in der Flasche landen ;) Obwohl das Schade wäre, ich hatte noch ein paar Aromatisierungsversuche geplant...

[Dieser Beitrag wurde am 18.07.2010 - 12:57 von Fruchtweinkeller aktualisiert]
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Beitrag von Fruchtweinkeller » 23 Juli 2010 23:31

Die drei High-Alk-Ballons wurden abgefüllt. Eine nochmalige Verkostung hat gezeigt dass ich mir den seltsamen, scharf-ölig-fuseligen-vielleicht-zwiebligen Geschmack nicht eingebildet habe, dass er in allen Ballons mehr oder weniger stark vorhanden ist und dass er durch Schwefelung und durch Belüftung nicht besser wird.

Also: Eau de Gulli :( Schade um den Honig für die 30 Liter :mrgreen:

Aber den Hefen kann ich das nicht anlasten, ich konnte mich um die Ansätze einfach nicht kümmern. Die Monate im Hochsommer, auf der Hefe mit wenig Bewegung, das war einfach suboptimal.

Auf den Punkt gebracht scheint sich meine Vermutung bestätigt zu haben: Wyeast Mead Sweet ähnelt im Verhalten einer Low Alk Hefe. Außerdem hat der nicht ganz freiwillige Langzeitversuch gezeigt dass die "Lowis" auch viel Alkohol produzieren können wenn man ihnen nur Zeit genug lässt... Das unterstreicht auf der einen Seite dass die Gefahr von Nachgärungen bei den Lowis akut besteht und das die Nachzuckermethode hier in der Anwendung problematisch ist.
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