Weinlese 2017 in der Oberlausitz

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Tompson
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Weinlese 2017 in der Oberlausitz

Beitrag von Tompson » 06 Oktober 2017 07:23

Dieses Jahr sollte wieder einmal alles anders werden. Vor allem besser. 8-)
Voriges Jahr waren mir ja die kompletten Pinotin am Stock verfault, weil ich teils nicht dazu gekommen bin zu lesen. Teils, weil ich mir sagte, laß sie doch noch ein paar halbe Öchsle sammeln. War ne doofe Einstellung ... :oops:

In Sachen Pflanzenschutz kam mir das Klima dieses Jahr ja entgegen. Keine schwülen Nächte. Das, was ich von mir aus in Sachen Schwefel und Backpulver tat, reichte aus, um Oidium zu vermeiden.
Pinotin bekam rechtzeitig Netze. Pinot Noir nicht. :cry: Aber immer noch weit über die Hälfte übrig!

Hefe: Da könnte man ja auch mal richtig vorplanen. Also wollte ich Anfang September ganz gemütlich eine Rotweinhefe mit mir zusagender Beschreibung bei einem österreichischem Bioberater bestellen. Möp. Hemd zu kurz. Anderthalb Wochen später dann Bestellung getätigt. Möp. Der Bioberater ist gar nicht mehr gewerbetätig, der Shop abgeschaltet - aber wenn man dooferweise nach der Bilder-Suche von google vorgeht, bekam man einen Link, mit dem man noch bestellen konnte ...

Nun habe ich bei Brouwland - nach langer Zeit wieder einmal - bestellt. Die Wyeast Flüssighefe hatte mich immer schon interessiert ... nur für einen 10-Liter-Ansatz Johannisbeere etwas preisintensiv ...
4267 "Sumnation Red" wäre vielleicht die richtige Sorte gewesen ... es ist sogar der Pinot Noir angegeben. Für Moste mit hohem Zuckergehalt (trifft ja regelmäßig zu) ... aber Keksgeschmack :?: 8-! Und Marmelade :?: :(
Zitat Beiblatt: "Für das kennzeichnend intensive Bukett von Vollkorkeksen und Beeren, konfitüreartig, reich, mildes komplexes Profil, leicht weinartig."
--> reißt mich nur bedingt vom Hocker, gut das ich das im Brouwland-Shop gar nicht gesehen habe ...
stattdessen bestellte er erhielt ich:
4244 "Italian Red"
Zitat Beiblatt: "Reich, sehr groß, kräftig, gutes rundes Profil ... ausgezeichnete Wahl für die meisten italienischen Traubensorten"
Hab ich nicht - probier ich aber.

Jetzt das ABER: Heute muß ich ganz dringend ran mit der Lese. Die Netze flattern lose um die Reben, hab sie noch mal notdürftig im Dunkeln heute morgen drumgewürgt ... unten liegt auch allerhand, dank Xavier. Hat dieses Mal auch bei uns ganz schön gepustet ...

Fortsetzung folgt!
Oak ne jechn!

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Nathea
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Re: Weinlese 2017 in der Oberlausitz

Beitrag von Nathea » 08 Oktober 2017 13:05

Das klingt ja richtig spannend bei Dir :D Und ich wäre auch schon sehr, sehr neugierig, wie Dein Roter schmecken wird, wenn er denn fertig ist. Ich hoffe sehr auf eine Geschmacksprobe bei der nächsten FWT ;)

Für die Lese wünsche ich Dir ein gutes Händchen. Wir kommen gerade von der mosel zurück, dort liegt die Lese auch schon fast in den letzten Zügen, die Weinberge sind zu einem Großteil bereits "nackt".

Liebe Grüße,
Sylvia

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Tompson
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Re: Weinlese 2017 in der Oberlausitz

Beitrag von Tompson » 08 Oktober 2017 19:02

Nunja. Die Lese könnt man sehr viel feinfühliger und bewußter angehen. Wann ist der ideale Zeitpunkt - das bekommt man mit genügend Interesse dafür hin. Aber irgendwie haken Kob und Familie in solche Themen rein, zur Zeitsind die Blätter sind nahezu runter, es ist Mistwetter und die Trauben können somit nicht mehr besser werden. Also: Lese :D

Am Freitag gelesen: 12kg Pinot Noir mit 82Oe (Messung der fertigen Maische), von 4 Reben im Kordonschnitt
angesetzt mit der Weast Erp 4244 "Italian Red". Muß ich mal ne Lanze für diese Hefeabpackung brechen, der Preis ist gerechtfertigt. Lieferung in einem Eisbeutel, immer noch Kühl nach der Fahrt quer Benelux und Deutscheland. Nach Beschreibung soll man einen Beutel im Beutel zerschlagen und dann 3 Stunden warten. Also Freitag aus dem Kühlschrank geholt, ca. 15 Minuten damit verbracht, den Pippex im Beutel zu jagen, in eine Ecke zu drängen und breitzukloppen. Das nächste Mal, weiß ich wie es geht :lol:
Die 3 Stunden habe ich locker für die 12kg Pinot Noir zur Abbäuselei gebraucht. Auf diese Tätigkeit könnte ich locker verzichten :schlecht:
Den ansatz ins Bad verfrachtet, noch bis 1 Uhr Vorbereitung aufs Roland Kaiser Konzert gestern betrieben und danach tat die Hefe bereits sehr kräftig werkeln! :clap:

Heute "mal fix noch" die einzelne Rebe oben am Dach vorm Haus: 8kg Pinotin mit 62Oe
Zum Einen bringt Pinotin nicht soviel Ochsen wie Pinot Noir und außerdem hat diese Rebe sehr wenig Laub. Das scheint sich heuer ausgewirkt ... :?: Die andern Jahre hat die gute Lage das wettgemacht aber heuer scheint die Rebe eher meiner Meinung zu sein als der des statiitischem Wetteramtes. War wohl eher weniger Sommer als sonst ... :pfeif:

Das ergibt den ersten Ansatz, den ich natürlich hoffentlich mit Hause bringen wollen möchte. ;-)

Fortsetzung folgt, die Rebzeile hängt noch ...
Oak ne jechn!

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