Trockenhefe für Met: Mangrove Jack M05 - Erfahrungen?

chaos-black
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Trockenhefe für Met: Mangrove Jack M05 - Erfahrungen?

Beitrag von chaos-black » 19 Oktober 2017 14:56

Hallo liebe Leute,
ich wollte mal herumfragen, ob hier Leute schon Erfahrungen mit der Mangrove Jack M05 Mead Yeast gesammelt haben und wie sie denn ausgefallen sind.

Beste Grüße,
Alex

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Chesten
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Re: Trockenhefe für Met: Mangrove Jack M05 - Erfahrungen?

Beitrag von Chesten » 19 Oktober 2017 18:41

Diese Hefe scheind wohl sehr speziell zu sein ich glaube nicht das jemand schon hier die mal benutzt hat.

Was mich dabei etwas stört ist folgender Satz:
Die Produktbeschreibung hat geschrieben:Der Hefestamm produziert viel Esteraroma und verleiht ein frisches, blumigiges Esteraroma

Eine hohe Esterbildung spricht nicht grade für ein sauberes durchgären.
Ester und höhere Alkohole werden auch also Fuselöle bezeichnet.
Bei der Metherstellung legt die Homepage da drauf aus die negativen Eigenschaften eines Metansatzes auszugleichen damit es möglichst sauber und schnell durchgärt.
Wenn du eine Heferasse nimmst die viele Gärnebenprodukte produziert kann es sein das du hinterher einen Fuselwein hast.
Der kann dann ganz besonders schmecken aber bestimmt hast du dann nach dem trinken einen dicken Kopf am nächsten Tag :tsts: .

Bevor du dich an solche exotischen Heferassen heranwagst würde ich es erstmal mit einer "klassischen" Weinheferasse versuchen um Erfahrungen zu sammeln.
"Die einzig stabile Währung ist Alkoholsche Gärung" (Das Känguru-Manifest)

Hier findest du einen Anleitung wie man seinen ersten eigenen Wein herstellt:

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chaos-black
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Re: Trockenhefe für Met: Mangrove Jack M05 - Erfahrungen?

Beitrag von chaos-black » 19 Oktober 2017 18:57

Guter Tip. Eigentlich bin ich auf der Suche nach einem Hefestamm, der für viele Metansatzrichtungen gut geeignet ist. Den möchte ich dann in mehreren Ansätzen näher kennen lernen indem ich viel herumprobiere und feststelle, wie sich dieser Stamm verhält wenn ich ihn wie behandle. Im US Bereich wird da sehr viel positives von der Lalvin 1116 geschrieben, aber ich will meine Hefe auch nicht von nem anderen Kontinent bestellen. Da ich die klassischen Weinhefen hier überhaupt nicht kenne (bei Bierhefen sieht das anders aus), bin ich nun etwas Orientierungslos. Einige der Hobbybrau-Versandhändler haben die Mangrove Jacks mit im Prorgamm, weil weil die Firma viele andere Stämme für Bier anbieten.
Ein anderer bei dem ich oft bestelle hat aber auch einige für Wein im Programm, nämlich Kitzingers Beaujolais, Shery, Bordeaux, Burgund, Champagner, Kaltgärhefe, Portwein, Steinberg und Tokay. Passt zufällig einer dieser Stämme generell zu Meten gut?
Wenn ich ein Bier mit obergäriger Hefe neutral vergären möchte, benutze ich meistens die Safale US-05 am unteren Ende der empfohlenen Gärtemperatur. Soweit ich weiß soll die bis etwa 12% Alkohol tolerant sein, meint ihr das könnte auch eine sinnvolle Option (dann für einen schwächeren Met)? Davon hab ich nämlich immer ein paar Packungen da :)

Beste Grüße,
Alex

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Re: Trockenhefe für Met: Mangrove Jack M05 - Erfahrungen?

Beitrag von Chesten » 19 Oktober 2017 19:48

Von Bierhefen für Weine würde ich dir abraten da ein Wein um mikrobiologisch stabil zu sein, sprich dann wächst da kein Schimmel mehr, mindestens 13 vol% haben muss. Das schaffen die Bierhefen in der Regel nicht sicher zu erreichen außerdem ist das Nährstoffangebot im Wein ein anderes als im Bier.

Grundsätzlich würde ich dir zur Trockenreinzuchthefe raten die ist viel leichter handzuhaben und viel besser zu lagern.
Ich verstehe auch das du nicht gleich dir eine 500 Grammpackung kaufen willst als Anfänger der sich noch zurechtfinden will.

Die Heferasse die ich selbst als Neuling verwendet habe war die Portweinhefe, wenn es diese in großen Gerbinden geben würde , würde ich die heute noch verwenden ;) .
Die Portweinhefe gibt es in 5 Gramm-Tütchen perfekt für genau einen Ansatz wenn du mich fragst auch wenn das für 5 und 10 Liter etwas viel ist :lol: !
Die Portweinhefe gärt sauber bis zu 16 vol% in der Regel sicher durch und findet ein gutes Gärende was als Anfänger viel hilft.
Die Weine mit der Portweinhefe haben ein gutes Mundgefühl da diese ausreichend Glycerin bildet was schön schwere Weine macht mit genug und den richtigen Tanninen ergibt das schöne schwere lagerunsfähige Mets die immer weicher mit der Lagerung werden ! Aber ich gerate wieder ins schwärmen :lol: !

Wenn dir 16 vol% etwas viel sind selbst habe ich noch die SIHA 3 Aktivhefe selbst ausprobiert die macht auch saubere 14 vol% und gärt sicher und schnell durch hat aber nicht so ein schönes Mundgefühl wie die Portweinhefe. Die SIHA 3 vergärt sauber durch ich hatte selbst nach einer ganzen Flasche alleine am Abend keine Probleme am nächsten Morgen aber bei der Portweinhefe lag es wohl an den ganzen 16 vol% :lol: ;) .

Vor zwei Jahren ab es einen Hefevergleich auf der Tagung schau mal da nach vielleicht hift das ja weiter bei deiner Entscheidung aber ich fühle mit dir ich habe mir letztes auch wieder eine neue Heferasse ausgesucht da ist man schon etwas überfordert das verstehe ich ;) .
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Re: Trockenhefe für Met: Mangrove Jack M05 - Erfahrungen?

Beitrag von NeoArmageddon » 20 Oktober 2017 14:39

Ich nutze auch am liebsten die Kitzinger Portweinhefe im kleinen gelben Beutel. Ich finde die hohe Glycerinbildung passt perfekt zu den meisten Mets. Die Hefe passt meiner Meinung nach auch zu anderen (schwereren) Weinen und fungiert bei mir quasi als meine Allroundhefe. Wenn ich beim Belgier bestelle, bestell ich immer direkt 2-3 Tütchen mit (allerdings auch die anderen Sorten).

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Re: Trockenhefe für Met: Mangrove Jack M05 - Erfahrungen?

Beitrag von Chesten » 20 Oktober 2017 18:27

Portweinhefe die "Jugendliebe" vieler Hobbywinzer :lol: :lol: :lol: !
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Re: Trockenhefe für Met: Mangrove Jack M05 - Erfahrungen?

Beitrag von Fruchtweinkeller » 20 Oktober 2017 19:52

Die Liebe ist jung geblieben :lol: Portwein, Sherry, Haut Sauternes... Das sind Hefen meiner ersten Hobbywinzerjahre, die ich noch immer gerne verwende.
90% of everything is crap... Except crap. 100% of crap is crap.
(Too much coffee man)

Sorry, aber ich antworte nicht auf PMs, die inhaltlich ins Forum gehören!

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Re: Trockenhefe für Met: Mangrove Jack M05 - Erfahrungen?

Beitrag von NeoArmageddon » 20 Oktober 2017 20:12

Resultate sprechen halt für sich :pfeif:

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Re: Trockenhefe für Met: Mangrove Jack M05 - Erfahrungen?

Beitrag von Chesten » 20 Oktober 2017 20:48

Fruchtweinkeller hat geschrieben:Die Liebe ist jung geblieben :lol: Portwein, Sherry, Haut Sauternes... Das sind Hefen meiner ersten Hobbywinzerjahre, die ich noch immer gerne verwende.
NeoArmageddon hat geschrieben:Resultate sprechen halt für sich :pfeif:
Ja stimmt wenn das nur nicht solch eine Abzocke wäre !
Ich habe Preise gesehen für das 5 Gramm-Tütchen 1,99 €
Das macht stolze 199 € für 500 Gramm :o :o :o !
Ich hatte für eine Spezialhefe 500 Gramm ca. 28 € bezahlt.

Was kostet im Moment 500 Gramm schwarzer Afghane beim Dealer vielleicht sollte er auf Portweinhefe umsteigen :lol: ?
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Re: Trockenhefe für Met: Mangrove Jack M05 - Erfahrungen?

Beitrag von 420 » 20 Oktober 2017 22:20

Chesten hat geschrieben:....Ja stimmt wenn das nur nicht solch eine Abzocke wäre !
Ich habe Preise gesehen für das 5 Gramm-Tütchen 1,99 €
Das macht stolze 199 € für 500 Gramm :o :o :o !
Ich hatte für eine Spezialhefe 500 Gramm ca. 28 € bezahlt.

Was kostet im Moment 500 Gramm schwarzer Afghane beim Dealer vielleicht sollte er auf Portweinhefe umsteigen :lol: ?
Sicherlich teurer.

Bei der Hefe - schaue mal im Bierbereich. Flüssighefe für 20 Liter Ansätze (ohne Starter untergärig) liegen z.B. bei 8,75 oder die Wyeast 5112 - Brettanomyces bruxellensis liegt bei 15,33 €
Bei der Trockenhefe, die dann für 20 Liter reicht (11,5 g verpackt), kostet z.B. die Saflager W-34/70 € 4,10. Teurer geht es dort auch. Gleiche Hefe, gleiche Menge im anderen Shop 4,75 €.

Wenn ich Trockenhefe kaufe, sind die Verpackungseinheiten 100 oder sogar 500 g. Günstig, reicht bequem für 2 Jahre.

Zur Ausgangsfrage: Zur Mangrove Jack M05 Mead Yeast habe ich bis jetzt keine Erfahrungen gesammelt. Selber nehme ich gerne die Aromatic. Früher nur in 500g Verpackungen, heute auch in 100 g Verpackungen.

VG
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Re: Trockenhefe für Met: Mangrove Jack M05 - Erfahrungen?

Beitrag von chaos-black » 21 Oktober 2017 11:56

Danke für die vielen Beiträge, ich werde mir dann zum Einstieg 5 Tütchen Kitzinger Portweinhefe besorgen.

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Re: Trockenhefe für Met: Mangrove Jack M05 - Erfahrungen?

Beitrag von NeoArmageddon » 21 Oktober 2017 12:35

chaos-black hat geschrieben:
21 Oktober 2017 11:56
Danke für die vielen Beiträge, ich werde mir dann zum Einstieg 5 Tütchen Kitzinger Portweinhefe besorgen.
Kannst dir auch 5 versch. Von Kitzinger bestellen, dann kannst du ein bissl rumprobieren.

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