Säuregehalt im ausgegorenen Met

Jaschacux
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Säuregehalt im ausgegorenen Met

Beitrag von Jaschacux » 19 Januar 2017 20:32

Hallo ihr Lieben,

ich hab mal ne frage! Hoffe die ist nicht schon hundertmal gestellt worden und ich habe sie überlesen. Mein Met ist nun ausgegoren und ich habe ihn von der Hefe gezogen. Er schmeckt noch etwas säuerlich, wie hoch muss der Säuregehalt des fertigen Mets sein? Und kann ich ihn mit dem Accidometer messen? Wie ich gerade gelesen habe kann ich keinen ausgegorenen Met mit der Öchselwage messen. Blöd! Wie bestimme ich dann den Zuckergehalt in meinem Met. Ist mein erster versuch bin also für jede Hilfe dankbar!!! Habe diese seite leider zu spät entdeckt und habe meinen Met nach dem was ich aus YouTube Videos erfahren habe zusammen gebraut!!! Vielleicht ist ja jemand so nett und kann mir etwas helfen! :D

Danke schon mal im voraus

jascha
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Chesten
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Re: Säuregehalt im ausgegorenen Met

Beitrag von Chesten » 19 Januar 2017 21:15

Hallo und willkommen bei uns!

Erstmal ja man kann beim fertigen Wein die Säure mittels Accidometer messen.

Mit Haushalsmethoden wirst du den Zuckergehalt im Met/Wein nicht im nachhinein bestimmen können was zwar blöd jetzt für dich aber ist der Zuckergehalt aufs Gramm genau wichtig für dich ?

Ist deine Restsüße stabil ? also hat sie sich über mindestens 2 Wochen nicht merklich verändert bevor du die Hefe abgezogen hast ?
Ich frage weil wie willst du deinen Wein stabilisieren ?
Einfach den Wein von der Hefe abziehen und schwefeln reicht nicht um eine Nachgärung zu verhindern !
Dafür müsstest du den Wein mit einen richtigen Filter EK-filtern oder um eine nNachgärung zu verhindern die Hefe bis zur Alkoholtoleranzgrenze treiben.

Wie viel vol% Akohol hat dein Met ? hast du ein Vinometer ?

Ich lege dir die Homepage zu diesem Forum sehr an Herz da im Internet viel Blödsinn über die Weinherstellung vertrieben wird und wenn man noch nicht die Erfahrung hat weiß man leider nicht was richtig ist und was nicht.

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Wenn noch Fragen sind bitte stelle sie.

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Jaschacux
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Re: Säuregehalt im ausgegorenen Met

Beitrag von Jaschacux » 19 Januar 2017 22:30

Hallo Chesten

Erstmal Danke für deine schnelle Antwort. Ja ich habe ein Vinometer, mein Alkoholgehalt liegt bei knapp unter 20% warum soviel hab ich keine Ahnung. Habe den Säuregehalt bestimmt der liegt laut Accidometer bei 36,5 mg/Lieter. Einen Weinfilter habe ich auch und zwar einen Simplex Filter mit der 5 Liter Pumpflasche. Der genaue Zuckergehalt ist mir nicht wichtig hätte mich nur interessiert. Ich habe bisher folgende schritte gemacht.

Met gären lassen bis ich bei knapp unter 20% Alkoholgehalt lag und keine Gäraktivität mehr wahrzunehmen war. (Ca 3 Wochen)

Dann abgeschwefelt mit 1g und 3 Tage gewartet absolut keine Gäraktivität mehr wahrzunehmen.

Danach den Met von der Hefe gezogen. (Er war quietsche Sauer habe dann ca 350g zucker und 300g Honig nachgesüßt) schon mal nicht mehr ganz so sauer aber immer noch eine merkbare Säure vorhanden.

weitere 14 Tage stehen Lassen dabei hat der Met noch an süße zugenommen. Es ist aber immer noch säure spürbar die mir persönlich immer noch zu dominant ist.

So wie wäre jetzt mein weiters vorgehen vielleicht kannst du mir weiterhelfen.

Danke das du dir die Zeit für mich nimmst LG..

Jascha

Ps. Es handelt sich um einen 10 liter Ansatz! Falls es wichtig sein sollte.
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NeoArmageddon
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Re: Säuregehalt im ausgegorenen Met

Beitrag von NeoArmageddon » 19 Januar 2017 22:37

Jaschacux hat geschrieben:Met gären lassen bis ich bei knapp unter 20% Alkoholgehalt lag und keine Gäraktivität mehr wahrzunehmen war. (Ca 3 Wochen)

Dann abgeschwefelt mit 1g und 3 Tage gewartet absolut keine Gäraktivität mehr wahrzunehmen.

Danach den Met von der Hefe gezogen. (Er war quietsche Sauer habe dann ca 350g zucker und 300g Honig nachgesüßt) schon mal nicht mehr ganz so sauer aber immer noch eine merkbare Säure vorhanden.
20% Vol ist unwahrscheinlich (wenn auch möglich). Hast du zwischen dem Alkoholmessen und dem Schwefeln den Wein probiert? Hatte er noch Süße?
Denn Zucker ändert genau wie Alkohol die Oberflächenspannung des Weins und beeinflusst so, was dir das Vinometer anzeigt. Aus eigener Erfahrung: Das Vinometer zeigt bei einem Wein mit Zucker mehr Prozente an.

Und warten bis nichts mehr passiert und dann Schwefeln ist keine sichere Methode die Gärung zu beenden. Ich habe einen "inaktiven" Wein (keine Blubs mehr) seit Wochen in der Küche stehen. Ich weiß aber, dass er noch fröhlich gärt, da Zucker den ich reinwerfe binnen weniger Tage komplett in Alkohol umgewandelt wird.

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Re: Säuregehalt im ausgegorenen Met

Beitrag von Jaschacux » 19 Januar 2017 22:51

Hallo NeoArmageddon

Ja Ich habe ihn probiert und es war noch minimale Restsüße vorhanden. Sie war aber noch kaum wahrnehmbar. Ich denke das die Gärung abgeschlossen ist, da die süße nach dem nachsüßen eher zugenommen hat und nicht abgenommen hat. Wie kann ich mir sicher sein das die Gärung abgeschlossen ist?
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Re: Säuregehalt im ausgegorenen Met

Beitrag von Metinchen » 20 Januar 2017 13:31

Es kann schon mal süßer/anders schmecken wenn sich die Hefe weiter abgesetzt hat. Auch trügt einen der eigene Geschmackssinn ab und an. Von einigen weiß ich das sie an verschiedenen Tagen Tests machen wie die finale Restsüße eingestellt wird, weil es einem halt morgen anders schmeckt als gestern. Auch enthält Honig nicht oder nur schwer vergärbare Zuckersorten, die durchaus als Restsüße wahrnehmbar sind.
Und hast du mit deinem Vinometer mal einen gekauften Wein gemessen und die angaben auf dem Etikett mit der Anzeige des Vinometers verglichen? die Dinger zeigen leider oft Fantasie Werte an.
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Chesten
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Re: Säuregehalt im ausgegorenen Met

Beitrag von Chesten » 20 Januar 2017 14:20

Ich fasse mich mal kurz da ich unterwegs bin.

Zu Alkoholmessung und zum Ende der Gärung haben die anderen schon was gesagt.

Ich Frage mich was für einen Wert du bei der Säuremessung gemessen hast? mg/L mit Nachkommastelle ist mit der Methode nicht möglich zu messen da ist dir wohl ein Fehler unterlaufen.
Aber es könnte sein das du die freie schwefelige Säure im Met gemessen hast und nicht die Gesamtsäuregehalt der für den Geschmack entschieden ist.
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Re: Säuregehalt im ausgegorenen Met

Beitrag von Igzorn » 20 Januar 2017 14:25

36,5mg/l ? ?-|
Da hilft wohl nur Wasser oder ne Speiseröhre aus Edelstahl. Ich hoffe der Wert stimmt nicht. Mach mal folgendes: nimm 200 ml, erwärme sie unter Rühren, es muss nicht kochen, aber das CO2 muss raus. Dann miss noch mal, wenn es kalt ist.
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Re: Säuregehalt im ausgegorenen Met

Beitrag von Chesten » 20 Januar 2017 16:02

Das wäre nicht zu viel sondern viel zu wenig Igzorn !
Normalerweise ist der Säuregehalt im Gramm pro Liter und nicht Milligramm pro Liter ! Der gemesse Wert ist um einen Faktor 100 zu klein.

Ich schätze es handelt sich hierbei um den Wert des freien SO2 im Met das würde vom Zahlenwert gut hinkommen.
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Re: Säuregehalt im ausgegorenen Met

Beitrag von Igzorn » 20 Januar 2017 16:23

Hoppla! Das hab ich doch glatt ignoriert.

Aber wie hast Du auf mg/l mit Blaulauge gemessen?
Kann es ein Schreibfehler von Jaschacux sein?
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Re: Säuregehalt im ausgegorenen Met

Beitrag von Jaschacux » 20 Januar 2017 16:48

Nein ist es nicht mein Accidometer hat zwei Skalen eine in mg und eine in g. Es handelt sich hierbei lediglich um die mg Skala. Es wären also in g
3,6g pro liter! Macht es sinn ihn jetzt zu Filtern? Reicht es erstmal mit Grobfilterscheiben zu Filtern? Bekomme ich damit schon die Restliche Hefe aus dem Met raus, um den Gärprozess sicher abzubrechen? Wie bekomme die Leicht säuerliche Note aus dem Met raus bzw. geringer. Und ist der Säuregehalt zu niedrig oder OK?
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Re: Säuregehalt im ausgegorenen Met

Beitrag von Metinchen » 20 Januar 2017 20:25

Der Säuregehalt ist zu niedrig. Strebe mal einen von 5,5 bis 7 Gramm je Liter an. Einfach probieren bis es schmeckt. Als nächstes nimm ein Glas von Deinem Met und rühre etwas Zucker hinein. dann ein bisschen mehr und beobachte wie der Geschmack sich verändert.
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