Kirschmet schmeckt bitter

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Re: Kirschmet schmeckt bitter

Beitrag von Mopsburger » 28 Januar 2018 20:38

Die frischen Kirschen werde ich auf jeden Fall beim nächsten Kirschmet ausprobieren! Bei den heute gemessenen 13-14% würden die wahrscheinlich nicht mehr durchgären. Aber wenn die Tanne zuviel rausschmeckt, denke ich mal drüber nach, mehr Kirschsaft reinzugeben und weiterzugären, so ganz zu Schluss.
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Re: Kirschmet schmeckt bitter

Beitrag von Chesten » 28 Januar 2018 21:36

Wenn du jetzt noch Flüssigkeit hinzu gibst verdünnst du deinen Ansatz und das macht in dieser Gärphase nur Probleme !
Dann wird mit aller Wahrscheinlichkeit die Hefe zicken und das willst du nicht !
Da sich dann die Gärung ewig hinziehen wird.

Lieber zum Ende der Gärung auf Haushaltszucker zum nachzuckern umsteigen dann wird der Met nicht zu süß und die Hefe wird viel weniger gestresst und findet auch so ein sicheres Gärende.
"Die einzig stabile Währung ist die alkoholische Gärung" (Das Känguru-Manifest)

Hier findest du einen Anleitung wie man seinen ersten eigenen Wein herstellt:

http://www.forum.fruchtweinkeller.de/viewtopic.php?f=33&t=12175

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Re: Kirschmet schmeckt bitter

Beitrag von Mopsburger » 28 Januar 2018 22:05

Danke für den Tipp! Das war mir so garnicht bewusst. Dann werd ich wohl doch besser wie bisher mit Honig nachsüßen :D
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Re: Kirschmet schmeckt bitter

Beitrag von Mopsburger » 13 Februar 2018 13:31

Ihr hattet offenbar Recht - nachdem ich nun jede Woche mit einem Glas Blütenhonig nachgesüßt habe, verschwindet der miese Geschmack allmählich fast ganz und die Kirsche kommt wieder hervor. Alkohol steht im Moment bei ca. 14% laut Vinometer. Wird wohl noch was draus :)

Dazu aber eine andere Frage: ich habe noch einen zweiten Metansatz mit Traubensaft, der am 22.12.2017 gestartet wurde. Verlauf bisher wunderbar und reibungslos, Geschmack und Restsüße sind seit etwa 3 Wochen stabil und obendrein auch sehr gut. Aber beim Schütteln entweicht immer noch Kohlensäure und es entsteht vorübergehend eine Schaumkrone. Die Hefen sind also offenbar noch am Arbeiten, wenn auch deutlich langsamer. Bei meinen ersten Meten hatte ich immer nach etwa 5-6 Wochen und bei rund 16% Alkohol geschwefelt (musste bis Weihnachten gefiltert sein ;) ). Jetzt habe ich aber Zeit, daher die Frage, wie lange man den Met vor sich hinblubbern lassen sollte, wenn sich an Restsüße und Alkohol nichts mehr ändert. Kann man sich den Ansatz so noch auf der Zielgerade vermasseln oder tut die Zeit noch ihr Gutes?
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Re: Kirschmet schmeckt bitter

Beitrag von Chesten » 13 Februar 2018 17:36

Das Problem ist dass Honig nichtvergärbaren Zucker enthält und somit je mehr du mit Honig nachzuckerst desto süßer dein Met wird und du dann denkst das die Restsüße stabil wäre was sie nicht ist.
Deswegen ist es besser zum Ende hin mit Haushaltszucker nachzuzuckern und der ist für die Hefe besser zu verarbeiten.


In 6 Wochen 16 vol% kann ich schlecht glauben da die letzten paar Prozente sich ewig hinziehen.
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Re: Kirschmet schmeckt bitter

Beitrag von Moneysac » 13 Februar 2018 18:46

Jetzt habe ich aber Zeit, daher die Frage, wie lange man den Met vor sich hinblubbern lassen sollte, wenn sich an Restsüße und Alkohol nichts mehr ändert. Kann man sich den Ansatz so noch auf der Zielgerade vermasseln oder tut die Zeit noch ihr Gutes?
Solange der Ansatz noch gärt, wenn auch nur sehr sehr langsam, musst du nur immer wieder die Hefe aufwirbeln dann passiert nichts. Problematisch wird es erst dann wenn du den Wein ruhen lässt und sich ein kompakter Bodensatz bildet. Dann solltest du abziehen.

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Re: Kirschmet schmeckt bitter

Beitrag von Mopsburger » 14 Februar 2018 12:43

Der Met wird jeden Tag, in der Regel einmal, kräftig durchgeschüttelt, damit sich kein permanenter Bodensatz bilden kann.

Die 16% zeigt das Vinometer an (beeindruckend konstant, 3 Wochen hintereinander sonntags je 3x messen bei immer gleichem Ergebnis). Aber ich habe das vergessen zu erwähnen...es ist halt die Vinometermessung, die sicherlich nicht so genau ist. Ich nehme die Messung eher als Anhaltswert, wo ich in etwa stehe. Die ersten Mete hatten vinometrisch auch nach dem Feinfiltern den gleichen Alkoholgehalt (...Zucker ist aber trotzdem reichlich drin und verfälscht womöglich die Messung).

Was haltet ihr denn nach der Zeit und bei den Zutaten für einigermaßen realistisch? Die ersten Mete haben nach ihren 6 Wochen ordentlich reingehauen, so dass ich denen schon ihre 15% gegeben hätte :mrgreen: Mit Haushaltszucker werde ich evtl. noch probieren.
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Re: Kirschmet schmeckt bitter

Beitrag von Moneysac » 14 Februar 2018 13:45

Schwer zu sagen wie lange du noch warten musst. Wenn die Restsüße in den 3 Wochen stabil war, kann man die Gärung eigentlich für beendet erklären. Aus dem Bauch heraus kannst du auch noch 3-4 Wochen so weiter machen. Wenn sich die Restsüße immer noch nicht merklich ändert wird es vermutlich fertig sein. Achte mal zusätzlich noch auf die Kohlensäure ob die wirklich jede Woche wieder auf gleichen Niveau ist oder ob sie nicht weniger wird.

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